17 Januar 2013, 12:00
Wunibald Müller über die Lebensführung von Priestern und Theologen
 
Hildegard13
 
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Katholischer Psychologe: „Wilde Ehe, in Beziehungen lebende Priester oder homosexuelle Beziehungen von kirchlichen Mitarbeitern“ sollen, so werde ihm berichtet, „in manchen Diözesen“ „eher die Regel als die Ausnahme sein“

Münsterschwarzach (kath.net) „In der letzten Zeit begegne ich … immer mehr kirchlichen Mitarbeitern - Pastoralreferenten, Priester, Religionslehrer -, bei denen ich das feststelle: Das, was sie nach außen vertreten müssen, ist oft nicht das, von dem sie selbst überzeugt sind.“ Dies sagte der Psychologe und katholische Theologe Wunibald Müller, Leiter des Münsterschwarzacher Recollectio-Hauses, im Interview mit der „Katholischen Nachrichten Agentur“, wie das „Domradio“ berichtete. Das beträfe beispielsweise „Fragen wie das Leben nach dem Tod oder die Haltung der Kirche zur Sexualität“, erläuterte Müller weiter. Doch „auch die persönliche Lebensgestaltung passt mitunter nicht zur Lehre der Kirche. In manchen Diözesen sollen, so wird mir berichtet, die vermeintlichen Ausnahmen bezüglich der Lebenssituation - wie wilde Ehe, in Beziehungen lebende Priester oder homosexuelle Beziehungen von kirchlichen Mitarbeitern - eher die Regel als die Ausnahme sein.“

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Danach erläuterte Müller im Interview, wo er die Verantwortlichkeiten für diese Entwicklungen sieht. So gebe es, erläuterte er der KNA weiter, unter den katholischen Dienstgebern – „Bischöfe und auch Personalreferenten“ – „die sensiblen“, die um diese Situationen wissen und „vielleicht selbst davon betroffen“ sind. Doch „die eher unsensiblen, klerikalen Typen, die mehr an äußeren Formen hängen, wissen es entweder nicht, oder sie verdrängen es“. Doch auch die sensiblen Dienstgeber „werden immer wieder eingeholt von dem, was von Rom, vom Bischof und von der Lehre vorgegeben wird. Sensible Dienstgeber versuchen, die eine oder andere Klippe zu umschiffen, indem sie eine gewisse Großzügigkeit an den Tag legen. Andere Dienstgeber sind einfach stur, sie fahren die harte Linie und setzen die Leute unter Druck“. In solchen Fragen sei die Kirche momentan „am Scheideweg. Man weiß nicht, ob diese Spannung dazu führt, dass der Heilige Geist in der Kirche einen Landeplatz findet oder aber anscheinend ausgelöscht wird. Letztlich, davon bin ich überzeugt, dürfen wir auf ihn zählen und müssen wir mit ihm rechnen. Lassen wir uns von ihm überraschen.“






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