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Irlands Bischöfe wollen Referendum über Abtreibung

13. Jänner 2013 in Familie, 4 Lesermeinungen
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Die Behauptung, Schwangere seien in Irland gefährdet, weil Abtreibung dort verboten ist, ist eine «komplette Entstellung der Wahrheit», sagte ein irischer Bischof vor dem parlamentarischen Gesundheitsausschuss


Dublin (kath.net/KNA) Die katholische Bischofskonferenz Irlands hat sich im Parlament gegen eine Änderung der Abtreibungsgesetzgebung ausgesprochen. Die Behauptung, Schwangere seien in Irland gefährdet, weil Abtreibung dort verboten ist, sei eine «komplette Entstellung der Wahrheit», sagte der Vorsitzende des bischöflichen Rates für Ehe und Familie, Bischof Christopher Jones von Elphin, am Donnerstag in einer Anhörung vor dem parlamentarischen Gesundheitsausschuss. Irland habe eine der weltweit niedrigsten Sterblichkeitsraten während der Schwangerschaft.


Jones betonte, sowohl die Mutter als auch ihr ungeborenes Kind hätten laut der irischen Verfassung das gleiche Recht auf Leben. Die katholische Kirche habe sich nie gegen notwendige Operationen im Fall der Gefährdung des Lebens der Mutter gestellt, so der Bischof. Eine direkte und willentliche Zerstörung des Fötus sei jedoch niemals moralisch hinnehmbar.

Die rechtliche Grundlage des strengen irischen Abtreibungsverbotes ist nach Auffassung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes nicht eindeutig. 1992 hatte der Oberste Gerichtshof Irlands im Falle eines Mädchen, das nach einer Vergewaltigung schwanger geworden und deshalb suizidgefährdet war, Selbstmordgefahr als einen Grund für Abtreibung definiert. Dies wurde jedoch nicht in die irische Gesetzgebung aufgenommen.

2010 entschied das Straßburger Gericht, die rechtliche Unklarheit verletze die Menschenrechte irischer Frauen. Zuletzt kündigte die Regierung in Dublin eine rechtliche Klärung und Neufassung an.

Bischof Jones betonte vor dem Ausschuss, eine Gesetzesänderung sei nicht notwendig, um den Straßburger Menschenrechtsgerichtshof zufriedenzustellen. Auch einfache Richtlinien für Ärzte oder eine Volksabstimmung, um das Urteil des Obersten Gerichtshofs aufzuheben, seien mögliche Wege, rechtliche Klarheit zu schaffen.

In Irland ist Abtreibung grundsätzlich verboten. Seit einer Verfassungsänderung 1992 dürfen Frauen allerdings für eine Abtreibung in andere Staaten reisen. Zudem dürfen im Land Informationen über Möglichkeiten legaler Abtreibung außerhalb Irlands verbreitet werden.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

  13. Jänner 2013 
 

Es ist wissenschaftlich erwiesen,

dass Kinder schon nach circa 20 Tagen ein Nervensystem entwickeln und ab dann die Abtreibung, den eigenen Tod sehr wohl spüren können.

Ab dem Punkt wo menschliches Leben besteht und es durch Abtreibung getötet wird, verstößt man gegen das 6.Gebot.
Wer gegen ein Gebot verstößt, verstößt gegen alle zehn.
Dabei wäre doch gerade diese Sünde im Vorhinein so leicht zu vermeiden.


2
 
 Calimero 13. Jänner 2013 
 

Wer hoch pokert ....

\"Irlands Bischöfe wollen Referendum über Abtreibung\"

Würden die Bischöfe denn auch das Ergebnis eines Referendums akzeptieren?


0
 
  13. Jänner 2013 
 

sichtbar und hörbar

@Rolando
Ihre eindringlichen Worte:
\"Wäre der Gegenwärtige Kindermord sichtbar, würden alle bisherigen Diktaturen wie Märchen erscheinen.\"
möchte ich gerne noch ergänzen:
Wäre er nicht nur sichtbar, sondern auch hörbar - wir müssten unsere Augen und Ohren verschließen, weil wir es nicht ertragen könnten.
Könnte nämlich jedes einzelne dieser kleinen menschlichen Wesen, das sich gegen sein Getötetwerden stemmt, sein Elend in einem Schrei artikulieren und dies rund um die Welt .....es wäre unerträglich für uns.
Diese Dramen spielen sich tagtäglich in den Körpern unzähliger Frauen ab.
Unsichtbar, unhörbar!
Und alle wissen darum! Auch die Befürworter!


4
 
 Rolando 13. Jänner 2013 
 

Irland eines der sichersten Länder

für ungeborene Babies.
Was hat eine Gesetzesänderung zugunsten der Abtreibung mit Förderung der Menschenrechte zu tun? Das sollte sich die europäische Menschenrechtskommission mal fragen, sie wollen doch nur unter dem Deckmantel der Menschenrechte den barbarischsten Mord an den wehrlosesten Kindern, die größe Gräueltat legalisieren und verbreiten. Wäre der Gegenwärtige Kindermord sichtbar, würden alle bisherigen Diktaturen wie Märchen erscheinen.


4
 

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