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Gott ist keine Erfindung9. Jänner 2013 in Kommentar, 16 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Die Menschen haben sich Gott ausgedacht, um sich das Zusammenleben zu erleichtern, behauptete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Dazu ein Kommentar des evangelischen Theologieprofessors Hans-Peter Großhans / idea
Münster (kath.net/idea) Die Menschen haben sich Gott ausgedacht, um sich das Zusammenleben zu erleichtern, behauptete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel (Hamburg) in seiner Weihnachtsausgabe. Dazu ein Kommentar von Hans-Peter Großhans, Professor für Systematische und Ökumenische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Warum glaubt der Mensch an höhere Mächte, fragt der Spiegel in seiner Titelgeschichte und sucht so die Überschrift Die Erfinder Gottes ausfindig zu machen. Der Autor hat dazu nicht Theologen, sondern Psychologen, Anthropologen und Soziologen befragt. Gleichwohl vermag er die Erfinder Gottes nicht ausfindig zu machen. Er geht mehr den Motiven nach, die Menschen veranlasst haben könnten, Gott zu erfinden und Religion als eine nützliche Illusion in ihr Leben einzuführen. Dabei wird klar: Die meisten Menschen sind religiös möglicherweise sogar von Natur aus. Dagegen erscheint der Atheismus als ein großes Missverständnis von Menschen, die sich selbst auf ihr biologisches Dasein reduzieren. Religion ist also ein wesentliches Element in der Geschichte der Menschheit das ist die besondere Erkenntnis, die der Spiegel präsentiert. 
Warum die göttliche Aufsicht besser ist Durch die Religion hätten Menschen gelernt, in großer Zahl zusammenzuarbeiten. Die göttliche Aufsicht, die menschliche Herzen durchschaut, sei der entscheidende Kick für eine bessere Arbeitsmoral gewesen. Offensichtlich arbeiten Menschen lieber unter der Aufsicht Gottes als unter der doch häufig problematischen Aufsicht von Mitmenschen. Doch diese machtkritische Schlussfolgerung übersteigt die Vorstellungskraft der vom Spiegel referierten Religionsforscher. In vielen Kulturen hat jedoch nicht Gott die Aufsicht inne, sondern die verstorbenen Vorfahren. Vor diesen muss man sein Leben rechtfertigen. Dagegen ist es befreiend, wenn Menschen darauf vertrauen, dass Gott, der Vater Jesu Christi, ihnen zuschaut und ins Herz schaut. Denn dieser Gott ist weder ein Traditionswächter noch ein Geheimdienst, sondern ein Gott, der mit Freude jedes seiner Geschöpfe anschaut. Seine Sorge besteht nicht darin, wie er Menschen disziplinieren kann, sondern er hilft ihnen, ihr Glück und Heil zu finden. Im Mittelpunkt des christlichen Glaubens steht die Versöhnung aller Menschen mit Gott und untereinander. Dies wird nicht wie in einem totalitären Staat durch eine Überwachungsreligion ermöglicht, sondern durch die Hingabe Gottes an uns Menschen, die auch die Augen von Menschen füreinander öffnet. Woran es dem Spiegel-Titel mangelt Der große Mangel des Spiegel-Titels liegt darin, dass er alles Religiöse über den gleichen Leisten schert. Gerade in der evangelischen Theologie war immer klar, dass bei Religionen nicht alles gut ist. Sinn, Unsinn und Wahnsinn liegen hier ebenso nah beieinander wie Glaube und Aberglaube. Zudem ist die Religionsgeschichte eine Geschichte der Entdeckung nicht der Erfindung Gottes durch den Menschen. Wie bei allen wichtigen Dingen des Lebens braucht der Mensch auch bei Gott Zeit, um zu verstehen, was Gott von sich zeigt. Anders als Religionswissenschaftler, Psychologen und Anthropologen versuchen Theologen nicht, Motive für die Erfindung Gottes zu finden, sondern gehen davon aus, dass Gott den Menschen entdeckt und gefunden hat. Von diesem menschenfreundlichen Gott aus ist der kritische Blick evangelischer Christen auf die bunte Welt des Religiösen geprägt. Und mit dem Mensch gewordenen Gott führen Christen heiter und befreit ihr Leben.
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Lesermeinungen| | jadwiga 12. Jänner 2013 | |  | @ Adson Ich bin auch der Meinung, dass mystische Erfahrungen nicht an die Öffentlichkeit gehören. Es gibt aber Ausnahmen. Besonders die großen Gnaden sind nie nur für eine Person bestimmt.
Wenn ein Mensch sich auf Gott öffnet, wird sein Herz sofort mit Gnaden überschüttet.
Es \"saugt sich\" voll, sodass der Rest nach Außen \"sprudelt\". Der Mensch ist dann wie ein Stern, der sein Leuchten nicht verhindern kann. Wenn der Gott ihn noch dann in \"dunkle Gegend\" schiebt, wird sein Strahlen besonders auffällig.
Übrigends, das was Sie hier verlinkt haben, sprudelt auch aus einem Herz. |  1
| | | | | 11. Jänner 2013 | | | | Mystische Erfahrungen gehören auch nicht an die Öffenltichkeit Das ist zumindest meine Meinung.
Ich bin sicher, dass viel mehr Menschen im Stillen religiöse Erfahrungen machen, bis hin zu mystischen Phänomenen, als je bekannt wird. Und so soll das meines Erachtens auch sein: Der \"Beweis\" das Christentums ist das gewöhnliche christliche Leben.
Je mehr jemand mit sich mit außerordentlichen Erlebnissen hervortut und je wichtiger jemand derlei Berichte nimmt, desto vorsichtiger werde ich.
Aber sie haben in einem anderen Posting ja die Hl. Theresia von Avila zitiert, eine der großen Mystikerinnen, und zugleich sehr gut geerdet. Wenn Sie einem solchen Beispiel folgen, werden Sie recht tun.
Ich fand auch das hier immer sehr schön:
http://www.hwlongfellow.org/poems_poem.php?pid=2064 |  1
| | | | | jadwiga 11. Jänner 2013 | |  | @ Adson, ach so! Offiziell wurde das noch nicht bezeichnet! Unoffiziell habe ich aber schon gehört.
Aber über eine Zwangsneurose war schon die Rede?
Lassen Sie mich, bitte, nachdenken.
Pest oder Cholera? Hm....
Das ist eine schwere Entscheidung!
Zwangsneurose ist auch eine Erkrankung.
Ich bin mir aber sicher, dass ich gesund bin!
Seit dem ich in Deutschland lebe, rede ich nicht mal mit meinem Beichtvater darüber, was ich höre oder sehe! Ich habe eine Familie, deswegen habe ich beschloßen, dass ich meine größten Geheimnisse ins Grab nehme. |  1
| | | | | 11. Jänner 2013 | | | | Wissenschaft und Glaube Ich möchte gern auf folgenden Link verweisen:
http://www.kathpedia.com/index.php?title=Max_Th%C3%BCrkauf
Max Thürkauf (gest.1993), einst Prof. für physikalische Chemie an der Uni Basel, fand nach langem Weg in die katholische Kirche zurück, aus der er als Jugendlicher ausgetreten war.
Seine Bücher habe ich nicht, wohl aber eine Auswahl seiner Kleinschriften mit großem Erkenntnisgewinn und noch mehr Freude gelesen.
Wissenschaft und Glaube schließen sich nicht aus, wenn man sich nicht bewusst dagegen sperrt. |  1
| | | | | 11. Jänner 2013 | | | | Jetzt müssen Sie aber fair beliben, @jadwiga Ich kenne keinen Wissenschafter, nicht einmal Richard Dawkins in seinen schlaflosesten Nächten, der einfach so \"uns Gläubige als paranoide Schizophreniker sieht\" Schon gar nicht tut das \"die Wissenschaft\".
Sigmund Freud nannte die Religion eine \"kollektive Zwangsneurose\", weil er sich - bereits unter der stillschweigenden Voraussetzung, dass Gott NICHT existiert - fragte, wie das Phänomen Religion zustande kommt.
Der bekannte Autor Manfred Lütz hat dieses Verfahren umgekehrt und - nur halb im Scherz - gefragt, wie unter der Voraussetzung das Gott existiert, das Phänomen des Atheismus erklärbar ist. Das ist in seinen Büchern überaus unterhaltsam nachzulesen. |  0
| | | | | 11. Jänner 2013 | | | | Dass @ASchell und @jadwiga aneinander vorbeireden ist eindrucksvoll klar. Wer ein religiöses Erweckungs-Erlebnis gehabt hat, interessiert sich in den seltensten Fällen noch sonderlich für Wissenschaft.
Allerdings finde ich es nicht schön von Ihnen, @jadwiga, wie Sie die ganze Wissenschaft jetzt abwerten - auch die ist eine Gabe Gottes. Und bei den Katholiken gilt in der Regel kein \"Entweder-Oder\" sondern ein \"Sowohl-Als Auch\"
Ich sehe mit Interesse, dass es in diesem Forum mehr und mehr Nichtchristen gibt. Das kann der Diskussion nur gut tun, man darf nicht im eigenen Saft schmoren.
@Commander:
Die Existenz von Religionen ist kein Beweis für die Existenz Gottes? OK, versuchsweise akzeptiert: So wie die Existenz von Hunger kein Beweis für die Existenz von Nahrung ist. |  0
| | | | | jadwiga 10. Jänner 2013 | |  |
Bei allen Wissenschaftler, die nach Gott suchen und nichts finden, vermisse ich paradoxerweise das rationale Denken.
Wenn ihr einen wichtigen Termin habt, bei einer hochen Persönlichkeit, geht ihr dann in einem schmutzigen Jogginganzug hin???
Suche nach Gott gleicht einer Bitte um eine außergewöhnliche Audienz vor einem König dessen Größe und heiligkeit kein Mensch begreifen kann!!!
Von allen wissenschaftlichen Methoden wäre jetzt die \"Geistsäuberungsmethode\" die wirkungsvollste. Die anderen empirischen u.s.w., könnt ihr vergessen. |  2
| | | | | jadwiga 10. Jänner 2013 | |  | @ A Schell, ich habe ja nicht gesagt, dass es einfach ist... Man muss einen \"eisernen Willen\" besitzen und ganze Zeit um Gnade bitten, eigene Kräfte reichen nicht aus!
Einfacher gesagt: Möchtest du den Allerheiligsten treffen, versuch selbst heilig zu werden!
Bei mir hat es funktioniert und seit dieser Zeit ist die alte Welt für mich gestorben. Heute möchte ich schreien:
MENSCHEN, SUCHT NACH GOTT, ER ALLEIN REICHT VOLLKOMEND AUS!!!!! |  2
| | | | | 9. Jänner 2013 | | | |
@Calimero: Ihre Erklärung, der richtige Gott habe die falschen Religionen geduldet, ist unplausibel. Plausibler ist, dass der \"richtige\" Gott ebenso ausgedacht ist wie alle anderen.
@jadwiga: Wenn Ihre \"Methode\" plausibel wäre, dann würde sie mit deutlich größerer Verbreitung funktionieren. Das tut sie aber nicht. Also ist sie nicht plausibel. |  0
| | | | | jadwiga 9. Jänner 2013 | |  | @Commander Vimes Erkenntnisse über Gott sammelt man nicht mit einer Pinzette und Reagenzglas. Die geistige Welt öffnet sich durch Sühne, Reue, Demut, Gebet und Bereitschaft das Leiden mit Christus zu teilen. |  2
| | | | | 9. Jänner 2013 | | | | @ jadwiga Das weiß die Wissenschaft und gesteht sie auch jederzeit ein. Dennoch freut sie sich über jede neue Erkenntnis. |  0
| | | | | Interessiert 9. Jänner 2013 | | | | Lachnummer Man merkt das bald Karneval ist: Die Wiederholung alter \"Anti-Glaubens\"-Karamellen. |  2
| | | | | Calimero 9. Jänner 2013 | | | | Erfundene Gottheiten ohne Ende @ Commander
\"Unterstellt man hypothetisch eine Welt ohne Gott, so ist es trotzdem sehr wahrscheinlich, dass Religionen entstehen ..\"
Sehr richtig.
Aber Sie müssen nicht mal hypothetisch werden. Die Welt war und ist voll von komplett erfundenen Religionen, die alle ihren gesellschaftlichen Zweck erfüllten, bzw. erfüllen.
Mayas, Atzteken, Zweistromland, alte Agypter, Griechen, Römer, olle Germanengötter, Naturreligionen ... .
Die Reihe lässt sich fortsetzen.
Ausgedachte Gottheiten ohne Ende.
... und vom richtigen Gott über Jahrtausende geduldet. |  2
| | | | | 9. Jänner 2013 | | | | In einem hat der Spiegel Recht.... Unterstellt man hypothetisch eine Welt ohne Gott, so ist es trotzdem sehr wahrscheinlich, dass Religionen entstehen, etwa aus dem Bedürfnis des Menschen, eine Erklärung für dasjenige zu haben, was er sich mangels Wissen sonst nicht erklären könnte. Die bloße Existenz von Religionen ist daher kein Beleg für die Existenz von Gott. |  1
| | | | | 9. Jänner 2013 | | | | Versuch einer Rechtfertigung Es dürfte sich dabei wohl um den Versuch handeln, die menschlichen Machtsysteme, welche meist auf Ungerechtigkeit basieren, zu rechtfertigen. Denn wenn Gott bloss eine Erfindung wäre, dann müsste ja auch jede andere, von den Menschen erfundene \"Macht\" auf derselben Höhe stehen.
Oder anders gesagt: Wer nicht fähig ist, sich auf den Weg zu Gottes Höhe zu machen, der muss ihn notgedrungen erniedrigen.
Erniedrigung ist eine weit verbreitete Methode derjenigen, die sich selbst minderwertig fühlen. Oft drückt sie sich in Spott und Hohn aus. |  2
| | | | | tünnes 9. Jänner 2013 | | | |
Gäääähn. Das der Mensch sich Gott erfunden hat, weil es sonst nicht durchs Leben findet, dass ist doch nun wirklich ein alter Hut.......
Die Bibel berichtet immer wieder davon, dass Gott derjenige ist, der den Menschen sucht ..... (und machmal auch findet)
Ob der Mensch, dann immer heiter und beschwingt durchs Leben gleitet ist dann allerdings immer noch eine andere Frage. Ich glaube nicht, dass das Kreuz für Jesus eine heitere Angelegenheit war. Aber durch das Kreuz kann man durchaus zur Freude gelangen.... |  3
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