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| ![]() Es gibt viele Steine auf dem Weg, doch Steine sind nicht nur schlecht7. Jänner 2013 in Interview, keine Lesermeinung Der irische Priester und Musiker Bennet Tierney LC im Interview über das Medical Mission Network, über seine Musik und über die kath.net-Leserreise, die er im kommenden Sommer nach Irland begleiten wird. Von Roland Noé Linz (kath.net/rn) Ich finde Steine gar nicht immer so schlecht. Michelangelo hat schließlich aus Steinen die schönsten Skulpturen gemacht, wie zum Beispiel die Pietà. Das sagt Pater Bennet Tierney LC im Interview auf die Frage, wie man mit Hindernissen umgehen kann. Der irische Ordenspriester hat eine internationale Hilfsinitiative gegründet und bereits eine erste Musik-CD veröffentlicht. kath.net: Sie sind Priester und haben 2005 die Hilfsinitiative "Medical Mission Network" gegründet. Was ist das, was wollen Sie damit erreichen und was war Ihre Motivation für diese wichtige Gründung? Pater Bennet: Als Priester habe ich in verschiedenen Ländern gearbeitet. Ich war viele Jahre in Mexiko und habe die Lebensverhältnisse der Menschen dort gut kennengelernt. In ländlichen Regionen ist die medizinische Versorgung sehr schlecht. Gemeinsam mit einigen Ärzten habe ich überlegt, wie man Menschen helfen könnte, die keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung haben. Seit einigen Jahren organisieren wir nun medizinische Hilfseinsätze, dabei reisen Gruppen von Ärzten, Krankenschwestern und Helfern in Gegenden, wo Not herrscht. So entstand Medical Mission Network. Unser Ziel ist aber nicht nur punktuelle Hilfe, sondern nachhaltige Unterstützung. Wir waren auch schon in anderen Ländern, aber im Moment konzentrieren wir uns vor allem auf die Maya-Gebiete in Mexiko. Dort arbeiten wir eng mit einer lokalen Hilfsorganisation zusammen. kath.net: Wer kann sich bei "Medical Mission Network" engagieren? Pater Bennet: Jeder. Für die Einsätze brauchen wir Ärzte der verschiedenen Fachrichtungen, Krankenschwestern und Übersetzer. Außerdem Ernährungsberater, Psychologen und Familienberater: Denn unsere Patienten haben hohen Beratungsbedarf, oft ist ihnen zum Beispiel der Zusammenhang zwischen ungesunder Ernährung und davon bedingten Krankheiten nicht klar. Wir brauchen aber auch für unsere Arbeit in Deutschland engagierte Leute, für die Planung der Einsätze, den Ausbau unserer Initiative oder für Spendenaktionen. Hinter den Kulissen wird das ganze Jahr über gearbeitet. Wie gesagt, jeder, der uns unterstützen möchte, findet eine Aufgabe. Vor allem aber brauchen wir Leute, die für uns beten. kath.net: Bekannt sind Sie auch wegen Ihrer Musik, vor einigen Monaten haben Sie das Album "You're the One" herausgegeben. Wie wichtig ist Ihnen Musik und was wollen Sie mit Ihrer Musik ausdrücken? Wann gibt es ein neues Album? Pater Bennet: Ein neues Album erscheint hoffentlich innerhalb der nächsten zwei Jahre. Material habe ich genug, was mir fehlt, ist Zeit. Musik und auch Literatur und Malerei bedeuten mir sehr viel. Ich war immer fasziniert davon. Kunst verleiht Dingen Ausdruck, die man sonst nicht leicht in Worte fassen könnte: Gefühlen, Stimmungen, der Tiefe der Seele. Für mich ist meine Musik eine authentische Form der Kommunikation. Als Jugendlicher habe ich oft Songs komponiert, Gedichte geschrieben und auch gerne gemalt. Dann bin ich in den Orden eingetreten, seitdem sind andere Dinge wichtiger. kath.net: Wir stehen am Beginn eines neuen Jahres. Viele denken sicher noch an die guten Vorsätze, die sie in der Silvesternacht getroffen haben. Doch nicht immer bleibt man dabei. Es gibt viele Steine auf dem Weg. Was kann man tun, damit es doch gelingt? Pater Bennet: Ich finde Steine gar nicht immer so schlecht. Michelangelo hat schließlich aus Steinen die schönsten Skulpturen gemacht, wie zum Beispiel die Pietà. Damit man Vorsätze durchhalten kann und an Hindernissen wachsen kann, muss man aber erstmal sich selbst kennenlernen: Liegt es vielleicht an der eigenen Willenskraft, wenn etwas nicht gelingen will? Manchmal denken wir aber auch, dass alles von uns abhängig ist. Doch wer glaubt, darf nicht vergessen, dass er vor allem Gott vertrauen soll. Das gilt auch im Kleinen, selbst dann, wenn man sich an Silvester vorgenommen hat, mit dem Rauchen aufzuhören oder mit den Mitmenschen geduldiger zu sein. kath.net: 2013 werden Sie eine kath.net-Reise nach Irland begleiten. Sie sind selber aus Irland. Was erwartet die Teilnehmer auf dieser Reise? Pater Bennet: Ich freue mich sehr, dass ich mitfahren darf und dass kath.net mich zu dieser Reise eingeladen hat. Ich verließ meine Heimat, als ich noch sehr jung war. Seit 36 Jahren lebe ich außerhalb von Irland. An einigen Orten, die wir auf der Reise besuchen werden, war ich niemals zuvor. Ich bin noch nie auf den Croagh Patrick gestiegen, eigentlich unvorstellbar für einen Iren. Darauf bin ich sehr gespannt. Ich freue mich sehr, dass ich diese Erfahrung mit den anderen Reiseteilnehmern teilen darf. Was die Teilnehmer sonst noch erwartet ... Ich hoffe, ein richtiges irisches Frühstück mit Spiegeleiern, Bacon und irischem Tee. Das wäre phantastisch.
Videovortrag: Die Zukunft der Kirche bist Du! P. Bennet Tierney LC: Foto Peter Bennet: © kath.net/Roland Noé Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuLebensgestaltung
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