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Studentenmission: Wenn Jesus zum ‚mickrigen‘ Heiland wird

2. Jänner 2013 in Jugend, 5 Lesermeinungen
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Jugendkonferenz: US-Pastor warnt vor einer Verniedlichung Jesu Christi.


St. Louis (www.kath.net/ idea)
Vor einer Verniedlichung und Verharmlosung Jesu Christi hat der US-amerikanische Pastor David Platt (Birmingham/Bundesstaat Alabama) gewarnt. Viele Christen machten den Herrscher und Erretter der Welt zu einem „mickrigen Heiland, der uns anbettelt, ihn in unser Herz aufzunehmen“. Seit langem werde der Sohn Gottes auf diese Weise in vielen christlichen Gemeinden klein gemacht.

Dies verleite zu einer falschen Vorstellung davon, was es bedeute, ein Nachfolger Christi zu sein. Der 33-jährige evangelikale Theologe und Buchautor sprach vor rund 16.000 Teilnehmern der Jugendmissionskonferenz „Urbana“, die vom 27. bis 31. Dezember in St. Louis (US-Bundesstaat Missouri) stattfand. Sie wird alle drei Jahre von der Studentenmission Intervarsity Christian Fellowship (Madison/Bundesstaat Wisconsin) veranstaltet. Diese ist mit 893 Gruppen an 576 Hochschulen vertreten und erreicht dort annähernd 39.000 Studenten.


Biblische Botschaft nicht „schmackhafter“ machen

Während der Urbana-Konferenz wurden die Teilnehmer ermuntert, ihr ganzes Leben in den Dienst Jesu zu stellen und ihn beim Wort zu nehmen. Platt betonte, dass manche Aussagen Jesu unpopulär und unbequem seien, etwa wenn er fordere, alles für ein Leben in seiner Nachfolge aufzugeben.

Doch man könne sich nicht davor drücken, dass Jesus genau dies gesagt habe. Platt: „Er ruft uns alle auf, unserem Ich zu sterben.“ Man dürfe die biblische Botschaft nicht verändern, um sie „schmackhafter“ zu machen. Dann komme es dazu, dass man Lobpreislieder auf sich selbst singe und dabei denke, dass man Gott anbete.

Eigene Lebenspläne Gott unterordnen

Konferenzdirektor Tom Lin rief die Teilnehmer auf, ihre eigenen Lebenspläne Gott unterzuordnen und sich von ihm überraschen zu lassen. Christen seien dazu berufen, das Evangelium nicht nur an ihren Schulen und Universitäten zu verbreiten, sondern damit bis ans Ende der Welt zu gehen. Intervarsity-Präsident Alec Hill sagte der Internetzeitung Christian Post, er hoffe, dass die Studenten bei der Konferenz nicht nur etwas gelernt, sondern auch den Ruf Gottes gehört und darauf reagiert hätten.

32.000 Hilfspäckchen für AIDS-Kranke

Um zu zeigen, dass die christliche Botschaft nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten verbreitet werden muss, packten die Konferenzteilnehmer 32.000 Hilfspäckchen für AIDS-Kranke in Afrika. Sie enthalten unter anderem Gummihandschule, desinfizierende Seife, Mullbinden und einen persönlich von den Teilnehmern geschriebenen Brief. Die Päckchen werden vom christlich-humanitären Hilfswerk World Vision an Betreuer in Swasiland und anderen afrikanischen Ländern verteilt, wo besonders viele Menschen mit HIV infiziert sind.


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