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Schönborn: Gott kann Familienkonflikte lösen

30. Dezember 2012 in Österreich, 3 Lesermeinungen
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Botschaft des Wiener Erzbischofs zum "Fest der Heiligen Familie": Kinder gehören in erster Linie Gott.


Wien (www.kath.net/ KAP)
Geben Familien Gott den ersten Platz im Leben, können sich dadurch Konflikte lösen, die durch Egoismus, Verletzungen, Vorwürfen entstehen. Das hat Kardinal Schönborn anlässlich des "Fest der Heiligen Familie" erklärt, das die Kirche am Sonntag nach Weihnachten feiert. Das Schwierige sei ebenso wie das Feiern Bestandteil einer Familie, könne durch die Sichtweise, dass Kinder in erster Linie Gott anvertraut sind, jedoch bewältigt werden, so Schönborn.

Wie der Wiener Kardinal auf der Homepage der Erzdiözese festhielt, ist Familie nicht nur Heimat und Geborgenheit, sondern oft auch "Ort nachhaltiger Verletzungen und unversöhnlicher Feindschaft. Wir alle wünschen uns eine gute Familie und leiden nur allzu häufig unter den Rissen, die durch die Familie gehen", so Schönborn. Zu Weihnachten, wenn alle ein friedliches und harmonisches Fest erwarten, sei dieser Kontrast zwischen Sehnsucht und realer Familiensituation oft besonders schmerzlich spürbar; alte und neue Familienkonflikte würden in diesen Tagen oft aufbrechen.


Schönborn stellte in Frage, ob Jesus, Maria und Josef eine "ideale Familie" waren. Als einzigen Hinweis aus den ersten dreißig Lebensjahren von Jesus im Kreis der Eltern und Verwandten in Nazareth würden die Evangelien vom Pilgerweg nach Jerusalem berichten, den Schönborn mit der Strecke Wien-Mariazell verglich. Jesus entspreche in seiner Reaktion, als er von seinen Eltern für seine Abwesenheit zur Rede gestellt wird, kaum dem Vorbild des gehorsamen, freundlichen Jugendlichen: Der Zwölfjährige weist die Vorwürfe zurück mit den Worten "Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich mich um die Sache meines Vaters kümmern muss?"

Zum Ausdruck bringe die Szene jedoch etwas "für alle Familien Gültiges", erklärte der Kardinal. Jesus mache seinen Eltern durch die Zurückweisung klar, dass er nicht ihnen, sondern Gott gehört und gehorcht, dem immer der erste Platz gebühre. "Jesus ist zuerst Gottes Sohn und dann erst Mariens Sohn und Josef, seinem Ziehvater, anvertraut", so Schönborn. Auch Maria habe anfangs ihren Sohn nicht verstanden, habe aber über alles nachgedacht, gebetet und zu Gottes Willen nicht nur in ihrem Leben, sondern auch im Leben ihres Kindes Jesus "Ja" gesagt, betonte der Wiener Erzbischof.

Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.

Foto: Christoph Kardinal Schönborn © www.kath.net


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Lesermeinungen

  2. Jänner 2013 
 

So ist es

Lieber Herr Kardinal Danke Gott segne Sie:-)

Gottes und Marien Segen


0
 
 Grazerin 30. Dezember 2012 

Ist der Satz richtig formuliert:

\"Das Schwierige sei ebenso wie das Feiern Bestandteil einer Familie, könne durch die Sichtweise, dass Kinder in erster Linie Gott anvertraut sind, jedoch bewältigt werden, so Schönborn.\"
Soll das so verstanden werden, dass Eltern ihre Kinder Gott anvertrauen sollen, um aus Krisen durch Gottes Hilfe gestärkt auftauchen zu können?


0
 
  30. Dezember 2012 
 

gelobt sei Maria!

Würden doch alle Mütter über das, was ihre Kinder sagen, nachdenken! Doch leider ist heute kaum mehr eine Mutter oder ein Vater gläubig. Hauptsache aus dem Kind wird etwas \"rechtes\", soll heissen, etwas das der Welt möglichst viel wirtschaftlichen Nutzen bringt.

Aber Kinder gehören zuerst Gott und sollen Ihm Nutzen bringen, indem sie zu gläubigen und gottesfürchtigen Menschen reifen.


2
 

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