
Berlin (kath.net/KNA) Der evangelische Altbischof Wolfgang Huber hat die Kirche davor gewarnt, gegenüber Unternehmern und Führungskräften der Wirtschaft einen belehrenden Ton anzuschlagen. «Wenn Unternehmer, was viele ja tun, sich ehrenamtlich engagieren, dann möchten sie faire Teilhabe an Verantwortung erleben, statt dass sie belehrt werden», sagte der frühere EKD-Ratsvorsitzende am Donnerstag Welt Online. Es sei «für die Führungskräfte wichtig, sich von der Kirche ernst genommen zu fühlen».
Zugleich formulierte Huber Ansprüche des Christentums an die Wirtschaft: «Zentrales Kriterium der evangelischen Sozialethik beim Blick auf das Unternehmertum ist, dass Gewinnerzielung nicht Selbstzweck ist.» Güter und Dienstleistungen müssten «den Menschen nützlich» sein, Arbeitsplätze müssten dabei «dauerhaft gesichert» werden. «Es geht um den Vorrang des Vertrauens vor dem Kapital: Unternehmen müssen vertrauenswürdig agieren», sodass sich die Gesellschaft darauf verlassen könne, «dass Kampagnen zur Nachhaltigkeit oder zu Corporate Social Responsibility ernst gemeint sind und mehr sind als Marketing-Maßnahmen», so Huber.
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Foto Wolfgang Huber: © wikipedia/ DeFontenelle
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