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| ![]() Weihnachten ist Gottes Angebot an die, die ihn suchen27. Dezember 2012 in Österreich, 1 Lesermeinung St. Pöltener Bischof Klaus Küng: Manche freilich oder vielleicht sind es viele? - suchen ihn nicht. Wir sind als freie Geschöpfe erschaffen und bleiben auch nach der Menschwerdung des Gottessohnes frei St. Pölten (kath.net/dsp) Liebe Brüder und Schwestern! Das Volk, das im Dunkel sitzt, sieht ein großes Licht, hörten wir in der vergangenen Nacht einmal mehr aus dem Mund des Propheten Jesaja. Und jetzt vernahmen wir im Evangelium die Worte des Johannesevangeliums: Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Wir dürfen nicht übersehen: Nelly Sachs, jüdische Nobelpreisträgerin für Literatur, hat ein Gedicht geschrieben, das mit den Worten anfängt: Er wird den Ball aus der Hand der furchtbar Spielenden nehmen. Sie schrieb das Gedicht unter dem Eindruck des Holocaust und den schrecklichen Folgen einer Ideologie, die sich in maßloser Überheblichkeit über Gott, über die Würde der Menschen, über Recht und Gerechtigkeit hinweggesetzt hat. Ihre Aussage ist nachvollziehbar und verständlich. Auch wir könnten durchaus versucht sein, ähnlich zu reagieren z. B. beim Gedanken an gewisse Vorfälle jüngeren Datums in der Finanzwelt, wo manche gefährlich gespielt haben und der Schaden groß ist. Oder beim Gedanken an manche Entwicklungen in der Medizin, wenn die ethischen Grundsätze nicht beachtet bzw. überschritten werden. Oder an manche gesellschaftspolitische Entwicklungen, die die Familie immer noch mehr unterminieren und unter jungen Menschen Haltungen propagieren, die sie schwer gefährden können. Mit Recht wünscht man sich bei solchen Problemen ein Eingreifen von oben, vom Staat oder von Gott. Weihnachten ist ein ganz besonderes Angebot, das von Gott denen gemacht wird, die ihn suchen. Manche freilich oder vielleicht sind es viele?- suchen ihn nicht. Deshalb heißt es ja: Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wir sind als freie Geschöpfe erschaffen und bleiben auch nach der Menschwerdung des Gottessohnes frei. Nicht nur das. Er Christus- ist es, der wirklich freimacht, denn wie er selbst sagt: Die Wahrheit macht frei. Außerdem macht er uns von Sünden frei bzw. befreit er uns wie Paulus erklärt- aus ihrer Knechtschaft. Es ist etwas ganz Großes, das uns durch die Menschwerdung des Gottessohnes und durch die von ihm bewirkte Erlösung geschenkt wird. Er hilft uns, frei zu sein und freier zu werden; er befähigt uns, unsere Freiheit so zu benützen, dass wir mehr wir selbst werden, Menschen, die mit Gott verbunden, ja ihm ähnlich sind, wie es dem Schöpfungswillen Gottes und unserem Wesen entspricht. Oder anders gesagt: Wir lernen lieben wie Gott liebt. Genau das ist ja das Ziel der Menschwerdung des Gottessohnes. Jesus wird später seinen Jüngern sagen: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. Außerdem lehrt er sie, dass es keine größere Liebe gibt, als wenn einer für seine Freunde sein Leben hingibt. Weihnachten bringt uns eine große Hoffnung. Die Kirchenväter sprechen von einem wunderbaren Tausch, der durch die Menschwerdung des Gottessohnes möglich geworden ist. So heißt es in einer der Weihnachtspräfationen: Einen wunderbaren Tausch hast Du vollzogen: Dein göttliches Wort wurde ein sterblicher Mensch, und wir sterbliche Menschen empfangen in Christus göttliches Leben. Das Weihnachtsfest bringt für den Christen innere Erholung. Dafür ist freilich notwendig: Innehalten und Hinschauen, um den Hl. Geist bitten und sich öffnen. Wenn wir uns dabei an Maria wenden, wird sie uns gemeinsam mit dem hl. Josef beistehen, um die Logik Gottes besser zu verstehen und in der Schule Betlehems zu lernen. Er Jesus- wird uns freier machen und froher. Zuversicht wird uns erfüllen und der Wunsch zu dienen wird erwachen. Wir werden uns dabei erholen und Kraft empfangen für unseren Einsatz. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuWeihnachten
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