Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  2. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  3. ZDF hasst Katholiken
  4. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  5. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. Wahrheit ist heilsrelevant
  8. Es gibt keine zweite Chance mehr
  9. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  10. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  11. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  12. Technisch brillant, geistig obdachlos
  13. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  14. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  15. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium

Religionssoziologe: Christentum erlebt rasanten Aufschwung

17. Dezember 2012 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Religionssoziologe Hans Joas sagte, «dass wir derzeit, global gesehen, eine der größten Expansionsphasen seiner Geschichte erleben».


Hamburg (kath.net/KNA) Der Religionssoziologe Hans Joas sieht das Christentum auf einen weltweiten Maßstab bezogen im Aufschwung. Zugleich betonte der Professor an der University of Chicago in der aktuellen Ausgabe von «ZEIT WISSEN», dass eine Gesellschaft auch ohne Religion stabilisierbar sei. Das zeigten stark säkulare Länder wie Schweden. «Es stimmt nicht, dass Nichtgläubige notwendig unglücklicher wären, unmoralisch und zu altruistischen Handlungen nicht in der Lage», sagte der 64-Jährige der in Hamburg erscheinenden Zeitschrift.


Mit Blick auf die Entwicklung des Christentums betonte Joas, «dass wir derzeit, global gesehen, eine der größten Expansionsphasen seiner Geschichte erleben». In Staaten wie China und Südkorea aber auch in Afrika nehme die Zahl der Christen rasant zu, erläuterte der Wissenschaftler. Dies würden jedoch viele in Europa nicht zur Kenntnis nehmen. Die aktuelle Entwicklung erscheine dann als Verfall.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  18. Dezember 2012 
 

Hier der Originalartikel - wesentlich ausführlicher

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/01/Soziologe-Hans-Joas-Religion-Atheismus-Selbsttranszendenz/seite-2


0
 
 Riccardo 17. Dezember 2012 
 

Religion als \"Staatskitt\"?

Ja Religion kann staatsstabilisierende Funktionen ausüben, aber genauso gut das Gegenteil. In relativ homogen Gesellschaften kann das hinhauen, wie zb, mal vor einiger Zeit im Nachkriegsdeutschland oder lange in Italien.
Aber vereinfacht gesagt, die Religion fällt nicht einfach weg, es gibt das säkulare \"neue\"- für Gläubige sind das sinnentleerte-Rituale, wie in der Nazizeit gut ablesbar, das Germanische, etc. Heute sind es im säjularen Deutschland - man betrachte die offiziellen Trauerrituale mal genauer- für mich sinnlose u sentimale Teelichterzeremonien, Kerzenprozessionen ohne Rückhalt in der Liturgie oder Verneigungsrituale ( heute in der FAZ ein interessanter Artikel über Hochzeiten in China in kath, Kirchen) , ebenso das Sachbuch Weinnachtsmann im S. Fischer Verlag über die säkularen Weihnachtsbräuche. Das man sich bruchstückhaft beim Christentum bedient wird, ist klar, aber auch bei uns kommen die lange beschimpften holländischen Tendenzen mit einiger Verspätung


1
 
 Maxim 17. Dezember 2012 
 

Schweden

Erstens: Selbst wenn angeblich beinahe 70% der Schweden sich mehr oder weniger als Atheisten verstehen, so geben sie grundsätzlich an, im christlichen Kulturmilieu leben zu wollen. Vor allem im Gegensatz zu asiatischen Religionen oder gar dem Islam gegenüber.
Zweitens: Alle soziologischen pädagogischen Untersuchungen der letzten 20 Jahre haben ergeben, dass Schweden die kaputteste Jugend der Welt hat (Selbstmorde, Eheunfähigkeit und Selbstbeherrschung). Man versucht deshalb, die familiäre Erziehung wieder als Wert darzustellen und auch wieder mehr zu realisieren oder wenigsten zu ermöglichen. Dies wird allerdings in unseren Medien rigoros verschwiegen oder immer noch verfälscht.


2
 
 Prophylaxe 17. Dezember 2012 
 

@carbornara

Die größten atheistischen Staaten der Geschichte waren im Ostblock zu finden. Nicht nur in der UdSSR. Albanien war der sicher je atheistischste Staat auf Erden. Alle Religionen waren streng verboten.
In der Gerschichte müsste man aber auch das revolutionäre Frankreich nach 1790 dazuzählen: In der Jakobinerherrschaft und dem Massenmord an Katholiken wurde (der bisherige) bewusst Gott abgeschafft und zwar von Staats wegen ( von oben ) und Götzen gehuldigt.
Atheistische Staaten der Gegenwart sind Nordkorea, hier spielt der jeweilige \'\'geliebte Führer\'\' Gott. Manche Staaten sind aufgrund ihrer sozialistischen Vergangenheit nach wie vor religionsnegativ eingestellt, zB Vietnam.
Wenn also hier immer die Forderung nach Trennung von Staat und Kirche laut wird, sollten die Atheisten erst mal in ihren \'\'Vorbild\'\'staaten die Menschenrechte einfordern. Da hätten sie eine sinnvolle Aufgabe....


3
 
 willibald reichert 17. Dezember 2012 
 

leiniz

Soziologie sieht die Wirklichkeit aus einem
für sie spezifischen Blickwinkel, aber nicht
die ganze Wirklichkeit. Nikolaus von der
Flüe, der ja auch Poltiker war sagte bereits
vor über fünfhundert jahren:Was die Seele
für den Leib, das ist GOTT für den Staat:Wenn
die Seele aus dem Körper weicht, zerfällt
er. Wenn GOTT aus dem Staat vertrieben
wird, dann ist dieser dem Untergang ge-
weiht.


3
 
 leibniz 17. Dezember 2012 
 

So eine oberflächliches Gerede habe ich wirklich selten gehört! Komisch, dass Schweden so eine hohe Selbstmordrate hat. Und was heißt säkularisiert für Herrn Joas? Auch säkularisierte Gemeinschaften leben von christlichen Werten wie Toleranz usw., auch wenn den Menschen das nicht bewusst ist. Lange geht das aber nicht gut, wie man dies z. B. am Lebensrecht sieht. Fehlt der christliche Glaube, so gilt dieses eben nur noch für bestimmte Leute. Leider ist auch Herr Joas selbst ein Beispiel dafür, wie es mit der Wissenschaft bergab geht, wenn der chrisltiche Glaube fehlt, geht es eben auch mit der Vernunft bergab. Was für eine Art von Soziologie soll denn das sein?


3
 
  17. Dezember 2012 
 

@Prophylaxe

welche ath. Staaten meinst du denn?


0
 
 Johannes Evangelista 17. Dezember 2012 
 

Ich würde es gern genauer wissen.

Das stimmt schon mit der guten Entwicklung des Christentums in Fernost. Aber \"rasantes Wachstum\" (usw.) sind Schlagwörter aus dem Marketing. Ich wüsste es gern genauer. Auch wüsste ich gern, wie stark die gegenwärtigen Repressionen in Nahost, Pakistan, Indien und Indonesien dem Christentum weltweit schaden.


1
 
 Prophylaxe 17. Dezember 2012 
 

Interessant

Das mit den säkularen Staaten stimmt aber insofern nur bedingt, da in Staaten wie Schweden oder Norwegen bis vor wenigen Jahren eine protestantische Staatskirche bestand. Zudem sind diese Länder reich, wohlhabend und die soziale Absicherung ist immer noch gut. Wie es auf längere Sicht in ärmeren Staaten von statten ginge, kann der Religionssoziologe nicht wissen. Wenn man explizit atheistische Staaten in der Geschichte aufzählt, war deren Friedlichkeit und Beständigkeit nicht sonderlich ausgeprägt.


4
 
  17. Dezember 2012 
 

Auch Religionsoziologen wissen nicht immer Bescheid

Der sog. Gläubige hat auch immer mit Sünden und Versuchungen zu kämpfen und weiß also was es heißt nichtgläubig zu sein. Wenn man dann aber wieder die Güte Gottes erfährt wie in der hl. Beichte und auch sonst wie beim Gebet, der hl. Messe usw. dann kann man sagen: der Glaube an Gott und Gott selbst machen froh. Und alle anderen wirklichen Freuden leiten sich aus der Freude mit Gott, über Gott ab.
Und ohne Gott kann man nicht wirklich froh sein. Wie soll das sein? Das geht ja gar nicht. Und Gott ist ja auch die Liebe. Man könnte noch so vieles sagen.
Bei allem Respekt: das weiß der \"Religionssoziologe\" dann offenkundig doch nicht.


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christentum

  1. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  2. Christliche Literatur als Schlüssel zu einer verborgenen Welt
  3. Burkina Faso: Christen und Muslime stehen nach Massaker zusammen
  4. Pakistan: Imam ergreift Partei für Christen unter Blasphemie-Verdacht
  5. Viel Schatten und einige Lichtblicke: „Kirche in Not“ Bilanz für 2020
  6. „Geburt des Sohnes Gottes begründet Einzigartigkeit des Christentums“
  7. „Die Christen im Libanon sollen auf die Hilfe von ,Kirche in Not’ zählen können“
  8. Libanon: Junge Christen leisten Nothilfe für Überlebende der Explosion von Beirut
  9. „Wurzeln und Identität der Christen werden verwischt“
  10. Marokko: Christen müssen ihren Glauben oft heimlich leben






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  6. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  7. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  8. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  9. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  10. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  11. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  12. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  13. Wahrheit ist heilsrelevant
  14. Eine katholische Heldin
  15. „Silere non possum“: „Die Führung dieses Dikasteriums war ein Desaster“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz