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Evangelische Allianz verteidigt 'Weihnachten im Schuhkarton'

14. Dezember 2012 in Aktuelles, 22 Lesermeinungen
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Katholischer Missionsreferent wirft der Aktion „aggressive Missionierung“ vor. - In den Paketen wird teilweise auch ein Heft mit biblischen Geschichten angeboten.


Bad Blankenburg (kath.net/idea) Die Deutsche Evangelische Allianz hat die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ vor kirchlicher Kritik in Schutz genommen. Katholische Bistümer hatten ihre Einrichtungen dazu aufgerufen, sich nicht an der Aktion des christlichen Hilfswerks „Geschenke der Hoffnung“ zu beteiligen. So warf der Referent für Missionarische Dienste im Bistum Osnabrück, Dieter Tewes, der Organisation eine „aggressive Missionierung von Kindern“ vor. Außerdem sei die Aktion nicht nachhaltig, weil sie deren Situation nicht verändere. Dieser Vorwurf wurde in der Vergangenheit auch von evangelischen Kirchenvertretern erhoben. In diesem Jahr haben Bürger in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und Südtirol rund 490.000 Pakete gespendet, die unter anderem Kleidung, Schul- und Spielsachen sowie Süßigkeiten enthalten. Damit werden bedürftige Kinder in elf Ländern beschenkt, vorwiegend in Osteuropa. Kirchengemeinden verschiedener Konfessionen verteilen die Pakete bei Weihnachtsfeiern. Dabei wird auch ein Heft mit biblischen Geschichten angeboten. In Ländern, wo dies nicht gewünscht sei, sehe man davon ab, so das Hilfswerk.


Steeb: Christliche Botschaft nicht verschweigen

Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), wies die Kritik zurück. „Ich kann mich nur wundern, wenn ausgerechnet Kirchenvertreter daran Anstoß nehmen, wenn man mit einem Weihnachtsgeschenk die Weitergabe christlicher Literatur verbindet“, so Steeb laut einer Mitteilung der Allianz-Zentrale in Bad Blankenburg (Thüringen).

Man könne doch nicht „die wichtigste Botschaft der gesamten Weltgeschichte“ verschweigen, dass Gottes Sohn zu den Menschen gekommen sei. Es sei eine „pure Selbstverständlichkeit“ , dass die Verteiler der Geschenkpakete den Hintergrund der christlich motivierten Aktion erläuterten. Den Vorwurf fehlender Nachhaltigkeit nannte Steeb fehl am Platze: „Vermutlich müssten wir dann gegen sehr viele Weihnachtsgeschenke Protest einlegen; vielleicht die Protestierer auch gegen ihre eigenen gewährten und empfangenen Geschenke.“

Für Dialog zwischen Befürwortern und Kritikern

Steeb erinnerte an die Care-Pakete, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den USA nach Deutschland geschickt wurden: „Natürlich hätte man damals auch die Frage nach der Nachhaltigkeit stellen können. Aber die Freude, die damit verbunden war und heute ist, dass andere Menschen an einen denken, ist sehr wohl eine nachhaltige Ermutigung gewesen – damals wie heute.“ Steeb ruft Kritiker und Befürworter zu einem konstruktiven Dialog auf: „Es ist das Letzte, was Menschen in Not hilft, wenn sich Helfer gegenseitig ihre Arbeit schwer machen.“ Die pauschale Kritik an einem Projekt verunsichere die Spender und führe nicht zu mehr Spenden. Sie trage auch nicht dazu bei, den christlichen Glauben zu verkünden.


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Lesermeinungen

 oraetlabora 15. Dezember 2012 
 

Es gibt modernistische Tendenzen

innerhalb der katholischen Kirche, die es als diskriminierend empfinden, die christliche Botschaft an Nichtchristen weiterzugeben - einige Bistümer sind vom Modernismus besonders betroffen, mein Bistum Osnabrück gehört leiderr dazu. Das Jahr des Glaubens ist bis jetzt mit keinem Wort erwähnt worden, und ich bin fast täglich in der Kirche. Gläubige, die nicht Kath.net oder Radio Horeb haben wissen wahrscheinlich nicht einmal, daß es so etwas wie das Jahr des Glaubens gibt.


1
 
 Mami26 15. Dezember 2012 
 

Rev. Billy Graham

Das was Rev. Billy Graham und in der Folge sein Sohn, Franklin Graham, mit Samaritan\'s Purse (Dachorganisation v. Weihnachten im Schubarten) da aufgebaut haben ist phänomenal. Meine 6 Kinder waren voll dabei und haben sich riesig gefreut, da mitzumachen.
Wir warten nur noch auf Mitteilung, wo unsere Geschenkpaeckchen gelandet sind. Es geht doch um Kinder!
Diesem Herrn Tewe steht es frei, etwas Entsprechendes vom kath. Bistum aufzubauen.


2
 
 KCM1979 15. Dezember 2012 
 

Dieter Tewes

Es ist seltsam, dass sich ein \"Missionsreferent\" gegen die Verbreitung der frohen Botschaft ausspricht und dieses als \"agressiv\" bezeichnet. Hat da jemand einen Posten bekommen, für den er ungeeignet ist?


2
 
 jabberwocky 14. Dezember 2012 

Und hier kann man Herrn Tewes mitteilen, was man von seinem Vorschlag hält:

www.bistum-osnabrueck.de/?id=100


1
 
 Siegfried-2 14. Dezember 2012 

Der Mensch lebt nicht vom Brot alleine

Warum haben kirchliche Gemeinden und sogar katholische Bistümer bereits Angst anderen Menschen davon Kenntnis zu geben, in welchem Geist sie handeln?
Jeder Mensch hat ein Anrecht darauf, vom christlichem Geist die notwendige Kenntnis zu erhalten.
Christus hat uns hinterlassen;
\"wer sich vor dem Menschen nicht zu mir bekennt, zu dem bekenne ich mich nicht vor meinem Vater.
Kann dies Verhalten als christliche, katholische Einstellung gewertet werden, was dieser Herr in seiner Angst vorgeschlagen hat!


1
 
 Smaragdos 14. Dezember 2012 
 

Diese Aktion sollten wir nicht nur nicht kritisieren, sondern im Jahr des Glaubens eifrig nachahmen, das ja eigentlich ein Jahr der Neuevangelisierung ist. Hier machen uns die Protestanten sogar vor, was eigentlich wir tun sollten. Danken wir ihnen also vielmehr für ihr Vorbild in dieser Sache!


2
 
 Herbert Klupp 14. Dezember 2012 
 

Nicht die katholische Kirche

Nicht \"die katholische Kirche\" kritisiert diese (wunderbare) Aktion, sondern einer dieser \"bezahlten Mietlinge\". Es ist eine grauenhafte Vorstellung, daß unsere Kirchensteuergelder für Gehälter verwendet werden, und die derart wohlversorgten \"Mitarbeiter\" scheuen sich nicht GEGEN Missionierung aufzustehen !?
Verdrehte Welt ! Arme reiche Kirche in Deutschland !


2
 
  14. Dezember 2012 
 

@Neddy

Ich schließe mich Ihrem Statement uneingeschränkt an.
Es ist absolut peinlich, dass katholische Bistümer (hätte gerne mehrere Fakten dazu) die Missionierung kritisieren. Wird denn der eigentümliche, christliche Auftrag nicht mehr ernstgenommen?


2
 
  14. Dezember 2012 
 

einhellig

Ich hoffe sehr, dass auch einzelne Mitglieder der Evangelischen Allianz diese Kommentare lesen und so unsere einhellige Ablehnung der unsäglichen Äußerungen des Referenten Dieter Tewes wahrnehmen.
Er wird wohl nie in die Lage kommen, Spenden annehmen zu müssen.
Spenden und Geschenke können, wenn nicht schon Lebensumstände verändern, so doch wenigstens helfen, Not zu lindern und Freude zu verbreiten.
Und das ist nicht wenig!


4
 
 LeoUrsa 14. Dezember 2012 

@Dieter Tewes

Der Trost aus den wiesen jemant denk an an einen, ob woll er ihn nicht kennt solll nicht nachhaltig sein?
Mein Familie Dankbar für jedes Westpankt von der Verwandschafft. (B.z.)
Die hatt uns bekleidet, den Kleidung war in der DDR auch magel ware und doch die Pankt braucht meine Familie für eine Sache weniger in der Schage stehen...


2
 
 gloriosa 14. Dezember 2012 
 

es ist eine christliche Initiative.

Darum ist es doch auch schön, eine kleine kindgemäße christliche Lektüre beizufügen. So etwas ist doch, um Himmels willen, nicht aggressiv! Was haben wir in der kath. Kirche nur für eigenartige Mitarbeiter. Manche bekommen zwar ihr Gehalt von der Kirche, aber alles andere ist leider nicht mehr echt.
Herr Steeb sollte sich von solchen, vom Bischof hoffentlich nicht autorisierten, eigenartigen Mitarbeitern, nicht beirren lassen.
Aber der zuständige Bischof müßte den Herrn Tewes in seine Schranken weisen.


1
 
 Neddy 14. Dezember 2012 

Ja, wie peinlich!!!

Als Katholik distanziere ich mich von diesem Unsinn aus Osnabrück und danke Herrn Steeb sowie den um Mission bemühten Allianz-Christen für ihr treues Engagement.


1
 
 SierraVictor 14. Dezember 2012 

Lieblos und dumm.

Ich finde das zu heulen: Freude ist nicht nachhaltig? Was haben die verantwortlichen vom Kommen Gottes begriffen? Die Freude der Hirten war auch nicht \"nachhaltig\". Und sie wirkt bis heute.

echoromeo.blogspot.de/2012/12/alle-jahre-wieder.html


3
 
  14. Dezember 2012 
 

Schlimm

Liebe Mitchristen,
über die Ausfälle des Herrn Tewes muss man sich als Christ und Mensch schämen. Es wird Zeit, dass den hauptamtlichen Laien der finanzielle Saft abgeschaltet wird, damit diese geistlosen Ergüsse aufhören.
Herzliche Grüße
Matthäus 5
P.S.: Dieses Jahr kam ich leider nicht dazu, ein Paket zu packen.


3
 
 Dismas 14. Dezember 2012 

Dieser \"Missionsreferent\" ist völlig fehl am Platze

Wenn er seine Aufgabe so versteht, sollte er von den Wohltaten der KiSteuer die er kassiert entfernt werden. Die Weihnachtsbotschaft ist das größte Geschenk und ein bilblisches Geschichtenheft tut niemandem weh. Es sei denn, er ist \"Missions\"-Referent!! Ihr Bishöfe mistet endlich Euren Augiasstall aus, solche Leute sind glatte Fehlbesetzungen und gehören entlassen!!


3
 
 SpatzInDerHand 14. Dezember 2012 

Ich finde die Bemerkung des \"katholischen Missionsreferenten\" mehr als ärgerlich

und stelle wieder einmal fest, dass ich mit Christen aus der evangelischen Allianz glaubensmäßig gelegentlich besser zurechtkomme als mit manchen meiner liberalen Mitkatholiken!
Danke, Herr Steeb, für Ihr klares Wort. Weiter so, geschätzter Bruder in Christus!


3
 
  14. Dezember 2012 
 

nicht nachhaltig - aber hilfreich!

Es gibt kaum einen Grund, die Spendenaktion der Deutschen Evangelischen Allianz zu kritisieren.
Die zahlreichen Armenspeisungen von Klöstern und kirchlichen Einrichtungen in den Städten wären dann auch fragwürdig, denn sie verändern ja ebenfalls nicht die Lebenssituation derjenigen, die gezwungen sind, dort ihren leiblichen Hunger zu stillen.


3
 
 Ester 14. Dezember 2012 
 

Meine Mutter, Jahrgang 1935

kreigt immer noch, feuchte Augen, wenn sie das Wort \"Care Paket\" hört.Besonders ist ihr in Erinnerung geblieben, das da immer kleine Näscherreien drin waren.
Klar ändert ein Almosen die Welt nicht, aber Jesus hält viel vom Almosen geben.
Ich finde die Kritik kommt von Leuten, die sich gar nicht vorstellen können, das es andere Leute gibt, denen es dreckig geht, und die deshalb sich einfach freuen können, wenn man sie beschenkt.
Und nochwas zur Nachhaltigkeit, Jesus sagt klar \"Die Armen habt ihr immer bei euch\" und selbige und der Dienst an Ihnen ist der Schatz der Kirche.
Veränderungen kommen von selber und wenn die Mächtigen von Gestern vom Thron gestürzt sind, so sind halt diese die Armen von Morgen und umgedreht.
Es steht dem Herrn Referent durchaus frei, mit seinem eigenen Einkommen eine arme Familie nachhaltig (d.h, dauerhaft) zu unterstützen.


3
 
 markdodani 14. Dezember 2012 
 

Weiohnachtsbotschaft ist das EIGENTLICHE Geschenk

Jeder, der Kritik an der schönen Aktion übt, sollte nicht vergessen, daß ja gerade die Geburt Jesu und somit auch die GUTE NACHRICHT, das Eu-Angelion, davon das eigentliche Geschenk darstellt. Somit ist es eine geniale, schöne Idee, solche Pakete zusätzlich mit der Botschaft aller Botschaften zu versehen :-)) Weiter so! Sonst denken eines Tages die Leute, daß Weihnachten mit einer Elektronik-Verkaufsschau gleichzusetzen ist (was heutzutage ohnehin schon leider allerorten der Fall ist!(.


3
 
 Jaii der Herr 14. Dezember 2012 
 

Nachhaltig?

\"Außerdem sei die Aktion nicht nachhaltig, weil sie deren Situation nicht verändere ...\"
also machen wir lieber Garnichts, oder wie soll ich das verstehen? Zum Kopfschütteln.
Das was ich jedes Jahr zu meinem Geburtstag oder Weihnachten bekomme oder verschenke hilf meiner Situation auch nicht Nachhaltig...


3
 
 Flyskyman 14. Dezember 2012 
 

Was soll das?

Da ich Mitglied der evangelischen Kirche bin finde ich dies eine tolle Aktion. Man kann doch froh sein wenn die tolle Nachricht weitergetragen und verbreitet wird!!!


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 hortensius 14. Dezember 2012 
 

kleinkariert

Die Kritik des Osnabrücker Missionsreferenten an der Paket-Aktion der Evangelischen Allianz ist völlig unverständlich.
Wer nicht mithelfen will, soll wenigstens schweigen.


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