13 Dezember 2012, 08:40
England und Wales: Die Zahl der Christen sinkt
 
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Zehnjahresstatistik: Nichtreligiöse und Muslime legen zu

London (kath.net/idea) In Großbritannien sind die Christen auf dem Rückzug. Die Zahl der Nichtreligiösen und der Muslime nimmt hingegen zu. Das geht aus den Ergebnissen einer Volkszählung in England und Wales hervor, die das Nationale Statistikamt am 11. Dezember in London veröffentlicht hat. Danach ist der Bevölkerungsanteil der Christen von 2001 bis 2011 von 71,1 Prozent auf 59,3 Prozent (33,2 Millionen) gesunken. Zum Vergleich: Von den etwa 82 Millionen Einwohnern Deutschlands sind 61,4 Prozent Kirchenmitglieder. In England und Wales ist jeder vierte (25,1 Prozent) Einwohner (14,1 Millionen) religionslos – ein Zuwachs um zehn Prozent in den vergangenen zehn Jahren. 4,8 Prozent (2,7 Millionen) sind Muslime, 1,5 Prozent (817.000) Hindus, 0,8 Prozent (423.000) Sikhs, 0,5 Prozent (263.000) Juden und 0,4 Prozent (248.000) Buddhisten. Ebenfalls 0,4 Prozent gehören anderen Glaubensrichtungen an, vor allem neuheidnischen und spiritistischen Gruppen.

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Kirchen reagieren gelassen

Die großen Kirchen reagieren gelassen auf die jüngsten Zahlen. Das scheidende geistliche Oberhaupt der anglikanischen „Kirche von England“, Erzbischof Rowan Williams (London), wies den Eindruck zurück, dass die Kirche allmählich verschwinde. Dagegen spreche unter anderem die ungebrochene Popularität der großen Kathedralen. In Deutschland gilt die „Kirche von England“ als Vorreiter neuartiger Formen der Mission im eigenen Land. Ein Sprecher der römisch-katholischen Kirche sagte, die Tatsache, dass weiterhin knapp 60 Prozent der Bevölkerung in England und Wales einer Kirche angehören, sei nicht entmutigend. Allerdings sei das Christentum keine Kulturreligion mehr, sondern auf die Entscheidung jedes Einzelnen angewiesen. Der Anteil der Katholiken ist mit rund neun Prozent stabil geblieben. Der Generalsekretär der Evangelisch-methodistischen Kirche, Martyn Atkins (London), sieht die jüngste Statistik als Ansporn für Christen, sich noch stärker in die Gesellschaft einzubringen.

Zuwanderung lässt Bevölkerung wachsen

Die Gesamtbevölkerung von England und Wales wuchs seit 2001 um sieben Prozent auf 56,1 Millionen. Das Wachstum geht zu 55 Prozent auf Zuwanderung zurück. 13 Prozent (7,5 Millionen) wurden außerhalb Großbritanniens geboren; etwas mehr als die Hälfte von ihnen (3,8 Millionen) wanderten in den vergangenen zehn Jahren ein. Die ethnische Vielfalt ist in London am größten und in Wales am geringsten. In Schottland und Nordirland werden eigene Statistiken erstellt.







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