05 Dezember 2012, 10:30
Lehmann beklagt Verallgemeinerungen bei kreuz.net-Debatte
 
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Mainzer Kardinal Lehmann: Das beklagenswerte Verhalten nur weniger sei mit einem großflächigen Sumpf in der katholischen Kirche gleichgesetzt worden.

Mainz (kath.net/KNA) Als «schändliche Machenschaft» hat Kardinal Karl Lehmann (Foto) die Aktivitäten des jetzt vom Netz gegangenen Internetportals kreuz.net verurteilt. Zugleich dankte der Mainzer Bischof in einem am Dienstag vorab verbreiteten Beitrag für seine Bistumszeitung «Glaube und Leben» allen, die zur Klärung beigetragen hätten, auch wenn sie nicht Freunde der Kirche seien. Lehmann beklagte allerdings auch Verallgemeinerungen in der Debatte über das Portal. Das beklagenswerte Verhalten nur weniger sei mit einem großflächigen Sumpf in der katholischen Kirche gleichgesetzt worden.

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Ohne dessen Namen zu nennen, ging Lehmann auch auf den in den Zuständigkeitsbereich des Bistums Mainz fallenden Pfarrer Hendrik Jolie ein. Dass mit ihm ein «Priester unserer Kirche» bei kreuz.net über lange Zeit einen Platz zur Verbreitung seiner kirchenpolitischen Ansichten gefunden habe, könne man nur entschieden verurteilen. Lehmann, der eine Entschuldigung Jolies angenommen und ihn im Amt belassen hatte, zeigt sich in seinem Beitrag für «Glaube und Leben» betroffen davon, dass ihm ein zu mildes Verhalten unterstellt worden sei.

Gegen die anonymen Betreiber von kreuz.net ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin wegen Volksverhetzung. Das Internetportal verbreitete immer wieder scharfe Polemik gegen Homosexuelle, Protestanten, die im Bundestag vertretenen Parteien, deutschsprachige Medien und katholische Theologen und Bischöfe.

Die Stellungnahme von Kardinal Lehmann.

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