
Nur Jesus als Witzfigur funktioniert nicht7. Dezember 2012 in Deutschland, 13 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Jesus tritt bei einer Hochzeit als Tänzer auf, hat aber keine Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Todes. So wird er in einer Oper dargestellt, die derzeit in Stuttgart zu sehen ist.
Stuttgart (kath.net/jg) In Stuttgart hatte am 1. Dezember die Oper Der Schaum der Tage des russischen Komponisten Edison Denisov Premiere. Sie erzählt die melancholisch-tragische Liebesgeschichte zweier Paare, die in einer surrealen Zukunft angesiedelt ist. In der Inszenierung des Stuttgarter Opernhauses tritt Jesus zweimal auf. Zu Beginn des zweiten Aktes tanzt er mit Dornenkrone und Wundmalen, aber in roten Schuhen bei einer Hochzeit, bei der auch zwei Ehren-Homosexuelle auftreten. Ganz anders ist es im dritten Akt, als Jesus nach dem Tod der jungen Frau mit ihrem hinterbliebenen Ehemann diskutiert. Hier wird Jesus desillusioniert und unbeteiligt (Deutschlandradio Kultur) dargestellt und würde sich bei der Frage nach dem Sinn ihres tragischen Todes am liebsten aus allem raushalten (Internetausgabe der Fränkischen Nachrichten). Er wäscht seine Hände in Unschuld und bekommt seine Wundmale doch nicht weg, berichtet Die deutsche Bühne, das Magazin des Deutschen Bühnenvereines. 
Diese Darstellung Jesu blieb nicht ohne Kritik. Nur Jesus als Witzfigur funktioniert an diesem heftig bejubelten Stuttgarter Opernabend nicht, schreibt die Badische Zeitung. © Foto: A.T. Schäfer
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