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Wer hat, dem wird gegeben...

3. Dezember 2012 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
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Die Befürworter der Kultur des Todes haben nicht nur das Problem, dass sie Gott nicht verstehen. Von Bastian Volkamer


Düsseldorf (kath.net/Echo Romeo) Es gibt Menschen, die haben eine Autorität, die höher ist als sie: Gott. Er ist größer als das Leben, denn er gab es und wird es nach dem Tod erneut geben. Deshalb müssen diese Menschen vor dem Tod keine Angst haben: das Leben ist ihnen sicher. Trotzdem schützen sie das Leben vor dem Tod bedingungslos.

Es gibt Menschen, die haben diese Autorität nicht oder verweigern sich ihr. Das höchste, was sie haben, ist daher das Leben selbst, denn mit dem Tod endet alles. Das Töten eines Menschen müsste eigentlich für sie das größtmögliche Sakrileg sein, denn sie haben darüber nichts mehr, keine vergebende Instanz und kein neues Leben. Trotzdem sind sie schneller bereit, dieses Leben vorzeitig zu beenden.


Auf eine erstaunliche Weise bewahrheitet sich hier das Wort: „Wer hat, dem wird gegeben, und wer nicht hat, dem wird auch das wenige, das er hat, genommen.“
Erstaunlich deshalb, weil der, der nicht hat, sein Einziges hier freiwillig noch hergibt: das Leben. Und das betrifft nicht nur den Sterbenden selbst, sondern genauso den, der ihn dabei unterstützt: beide rühren an ihr Höchstes, das einzige, das sie sein lässt. An dem Ast zu sägen, auf dem man sitzt, ist nichts dagegen.

Die Befürworter dieser Kultur des Todes haben nicht nur das Problem, dass sie Gott nicht verstehen. Sie haben erst einmal das Problem, dass sie ihr eigenes Denken nicht zu Ende bringen.



Grafik: (c) Peter Esser


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Lesermeinungen

  4. Dezember 2012 
 

Leider ein schwerer Irrtum ...

Das \"Höchste\" das diese Menschen setzen, ist nicht das LEBEN - das ist der freundliche Irrtum eines christilichen Denkens.
(Und der Rest des Artikels und ein Blick in die Zeitung belegen ja, dass diese Leute vor dem Leben an sich keinen Respekt haben.)

Das Höchste dieser Menschen ist - wie auch immer verbrämt oder mit schönen, humanistischen Worten ausgepolstert - das EGO.

Das \"Selbst\" ist die höchste, inappellable Instanz. Und geradeso wie Christen finden diese Leute es gut, dass nur die höchste Instanz über Leben und Tod entscheidet! Das ist nicht paradox, das ist absolut folgerichtig.

Um aus dieser korrekten, aber tödlichen Logik wieder herauszukommen, braucht es \"Metanoia\" - Umkehr im Sinne von \"Um-Erkennen\".

Das ist nicht umsonst praktisch das erste eigene Wort Jesu im Markusevangelium! (Mk 1,15)


0
 
 girsberg74 3. Dezember 2012 
 

Tut mir leid!

Bei allem guten Willen: hier ist nicht immer klar, wer an wessen Leben geht.

Beispiel:
\"Trotzdem sind sie schneller bereit, dieses Leben vorzeitig zu beenden.\"


0
 
 julifix 3. Dezember 2012 

Sehr gut...

man sollte diese kurzen und sehr prägnanten Worte besonders den folgenden Zielgruppen zusenden:
-Atheistenvereinigungen
-Abtreibungsbefürwortern
-Euthanasiebefürwortern
-Parteien, die obiges befürworten
-\"Allen anderen\" die obiges befürworten

Also ab als \"Kettenmail\" - oder?


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