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Jolie tritt als Sprecher des Netzwerks katholischer Priester zurück

29. November 2012 in Deutschland, 13 Lesermeinungen
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Nachbeben wegen der Kontakte des Mainzer Pfarrers Hendrick Jolie zum rechtsextremen Internetportal „kreuz.net“: Pfarrer Jolie erklärt seinen Rücktritt als Netzwerksprecher.


Mainz (kath.net) Hendrick Jolie (Foto), Pfarrer im Bistum Mainz, tritt als Sprecher des „Netzwerks katholischer Priester“ zurück. Dies teilte das Priesternetzwerk auf seiner Homepage mit. In einer Stellungnahme heißt es: "Um meine öffentliche Wirksamkeit zu überdenken, bitte ich um Verständnis, dass ich aus gegebenem Anlass nicht länger die Funktion eines Sprechers des Netzwerks katholischer Priester ausüben möchte." Der Mainzer Geistliche hatte zuvor im Gespräch mit Bistumsverantwortlichen offengelegt, dass er in irriger Meinung dem wegen seiner extremen Positionen strafverfolgten Internetportal „kreuz.net“ Texte zu kirchenpolitischen Sachverhalten geliefert hatte, kath.net hat berichtet. Jolie hatte sich dafür entschuldigt, der Bischof von Mainz, Karl Kardinal Lehmann, hatte diese Entschuldigung angenommen. Das Bistum Mainz hatte dabei gleichzeitig auch festgestellt, dass darüber hinaus kein Anlass bestehe, Jolie „mit anderen, verunglimpfenden, strafwürdigen und menschenverachtenden Äußerungen von kreuz.net in Verbindung zu bringen“.



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Lesermeinungen

 Dismas 2. Dezember 2012 

oberflächlich betrachtet, könnte man in aller Eile meinen,

ja es war richtig, dass sich Hw Jolie entschuldigt
Ich sehe dazu keinen Grund, es sei denn, er persönlich hätte einen rechtsextemistischen Artikel verfasst.- Hat er dies nicht, warum soll er sich entschuldigen?


1
 
 Diak 30. November 2012 

@Gandalf

Lieber Gandalf, um auf Ihre Frage \"Was zeigt uns das?\" zu reagieren: gerade das, dass eine nicht unbeträchtliche Zahl von Menschen offensichtlich ihre die Kirche betreffenden Informationen eher aus diesem Schmierblatt bezieht statt aus reinen Quellen zu schöpfen. Und da sehe ich ein Problem. Können wir uns etwa gelassen zurücklehnen und sagen, na ja, Pornoseiten dürften noch mehr frequentiert sein? Vielleicht ja, wenn sich k…net dazu nicht auch katholisch nennen würde. Denn ich befürchte, dass bereits ein einmaliger Besuch der Seite mit entsprechender Überschrift die von den Autoren bezweckte „Wirkungs- und Gestaltungsmöglichkeit“ bzw. den Schaden, den diejenigen anrichten möchten, voll ausschöpft bzw. erzielt. Dieser Seite müsste gerichtlich mindesten die Bezeichnung katholisch aberkannt werden. Das Ganze dem Urteilsvermögen der/des Einzelnen zu überlassen, finde ich zu wenig.


1
 
 Gandalf 30. November 2012 

@Diak: Das Alexa-Ranking sagt nur bedingt etwas über die wirklichen Besucherzahlen aus. Die wirklichen Besucherzahlen können nur vom eigenen Server erfasst werden, aber nicht von außen. Und da hat Alexa keinen Zugriff.Unabhängig davon ist die Besucherzahl das eine, die Wirkungs- und Gestaltungsmöglichkeit aber eine andere. Auch Pornowebsites haben vermutlich hohe Besucherzahlen. Was zeigt uns das?


1
 
 Johannes Evangelista 29. November 2012 
 

Nur so ging es

Wer sich in die Nähe von Dreckschleudern begibt, kommt aus der Nummer nicht unversehrt heraus. Pfr. Jolie wird sehr vorsichtig agieren müssen, um seine Reputation wiederherzustellen. Da ist es besser, er verzichtet auf öffentlichkeitswirksame Ämter.


1
 
 Diak 29. November 2012 

Fakten

„Mit dem Alexa Rank werden die festgestellten Besucherzahlen ausgewertet und auf diese Weise die 1.000.000 meistbesuchten Domains ermittelt.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Alexa_Internet). Demnach, eine lediglich exemplarische Rangliste aus Deutschland: kreuz.net: 2,362; kath.net: 4,379; pius.info: 14,653; domradio.de 14,887; vatican.va: 21,452; kath.de: 25,074; kna.de: 58,851; die-tagespost.de: 98,312; kathweb.at: 99,999; priesternetzwerk.net: 151,818; summorum-pontificum.de: 176,219; kathnews.de: 218,936; usw. Fazit: das „Phänomen“ kreuz.net ist leider mindestens „klick“-statistisch eine ernst zu nehmende Angelegenheit.


1
 
 willibald reichert 29. November 2012 
 

dora

Es wäre aus Gründen der Gleichbehandlung
auch angebracht, wenn die Bischöfe sich ein-
mal mit dem Spektrum von Wir sind \"Kirche\",
und ähnlicher angeblicher Basisorganisatio-
nen befassen würden und die Verhältnisse
in bezug auf auf den originären katholischen
Glauben zurechtrücken würden. Aber
dazu fehlt der überwiegenden Mehrheit
leider das nötige Rückgrat. Dasselbe ist
ihnen durch den chronischen Blick auf
den Zeitgeist irgendwie abhanden ge-
kommen und das Wort, daß man nicht zwei Herren dienen könne, nämlich Gott
und der Welt, aus dem Verkehr gezogen
worden.


3
 
 dora 29. November 2012 
 

@Theobald

Sie waren vermutlich noch nicht in so einer schwierigen Lage. Da ist man zunächst bestürzt über die plötzlichen Angriffe von allen Seiten und man muß erst einmal selbst herausfinden, was man denn falsch gemacht hat. Da gibt es nichts scheibchenweise zuzugeben. Was hat er denn getan? Waren seine Kommentare antisemitisch? Hetzerisch? Kriminell? Nein. Es wird heute sehr schnell jemand an den Pranger gestellt.


6
 
 Ad Verbum Tuum 29. November 2012 

Nicht einfach ..

zu sagen, was hier der rechte Weg ist.
Ich kenne nicht die wort-wörtlichen Aussagen die Pfr. Jolie zu seinem \"Engagement\" bei kreuz.net gemacht hat und kenne auch nicht seine Kommentare dort, da ich die Seite so gut wie nie besucht habe.
Der Schutz des Priesternetzwerks vor negativen Auswirkungen ist sicherlich ein ehrenwertes Anliegen.
Gleichwohl ist es auch wieder eine Flucht vor den agressiven Medien, die zugegebenermaßen alles Wohlwollende ggn. der kath. Kirche vermissen lassen.
Eine andere Frage noch zu diesem Fall: Ist es nicht auch die Aufgabe der (Recht-)Gläubigen, Teil ihrer Sendung in \"der Welt\", Zeugnis zu geben, auch und gerade in dem Umfeld, das sich von der wahren, römisch-kath. Kirche entfernt hat? Also sowohl bei WisiKi, als auch bei kreuz.net Apologetik zu betreiben?


2
 
 Thomas de Aquino 29. November 2012 

Schade

Ich finde auch nicht, dass er sich für irgendwas entschuldigen müsste.


3
 
 Theobald 29. November 2012 
 

@goegy:
Um Meinung, etc. geht es nur bedingt. Herr Pfr. Jolienhat aber die Wahrheit zunächst bestritten, dann erst scheiobchenweise zugegeben. Erst das Formun, dann Artikel. So verspielt man Glaubwürdigkeit.


8
 
 goegy 29. November 2012 
 

Die, welche so gerne von freier Meinungsäusserung und Pluralität der Ansichten reden, blasen schnell zum \"Halali\", wenn die geäusserte Meinung nicht die Ihre ist.
Aus meiner Sicht, müsste sich Pfarrer Jolie überhaupt nicht entschuldigen; er hat nie vorgegeben, eine offizielle kirchliche Stellungnahme zu vermitteln. Er ist ein freier Bürger . Ich persönlich wünsche ihm alles Beste!


8
 
  29. November 2012 
 

gut gemacht!

So leid es mir für ihn persönlich tut, so ist es doch der einzig richtige, wenn auch schmerzhafte Schritt.
Ansonsten würde Pfarrer Jolie das Priesternetzwerk zu sehr belasten und in den Konflikt mit hineinziehen.
Das wird er nicht wollen.
Die Anliegen, die dieses Netzwerk vertritt, sind ihm vermutlich zu wichtig, um sie durch sein unkluges Handeln zu beschädigen.
Das verdient Respekt!
Wie oft werfen wir doch z.B. Politikern vor, dass sie zu lange an ihren Posten kleben?
Pfarrer Jolie ist (ein guter) Priester und kein Politiker.
Gott sei Dank!


8
 
 AlbinoL 29. November 2012 

Letztendlich die notwendige Konsequenz

Respekt vor der Entscheidung. Die Artikel und vor allem die Kommentare auf besagter Seite waren einfach unangemessen.
Weiterhin viel Kraft in dieser schwierigen Situation!


4
 

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