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Weltbild-Werbung: Ist Christi Geburt ein Märchen?

29. November 2012 in Deutschland, 25 Lesermeinungen
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Katholiken protestieren gegen Weihnachtsangebot des Weltbild-Verlages, das die Weihnachtsgeschichte in eine Reihe mit den Märchen Aschenputtel, Rotkäppchen und Schneewittchen stellt.


Augsburg (kath.net/idea) Für Unmut unter Christen sorgt eine Werbung der katholischen Verlagsgruppe Weltbild (Augsburg). Sie bietet die biblische Weihnachtsgeschichte in der Edition „Nostalgischer Märchenschatz“ an. Die nach Angaben des Verlages in „kindgerechter Weise“ erzählte Geschichte steht damit in einer Reihe mit den Märchen Aschenputtel, Rotkäppchen und Schneewittchen. Der Vorsitzende des papsttreuen Forums Deutscher Katholiken, Prof. Hubert Gindert (Kaufering/Oberbayern), übte scharfe Kritik an dem Buch. Damit werde „die unsägliche Skandalserie des Weltbild-Verlags – rechtzeitig vor Beginn der Adventszeit – fortgesetzt“. Das Ärgernis liege besonders darin, dass das Unternehmen völlig in kirchlichem Besitz sei. Mit der angekündigten Umwandlung in eine Stiftung ändere sich „offensichtlich nicht das bedenkenlose Geschäft mit dem Mammon, der in Sonntagsreden angeprangert wird“. Wieder einmal werde das völlige Versagen der Aufsichtsgremien und der Verantwortlichen in dem Verlag deutlich. „Verrat an der christlichen Wahrheit von Weihnachten“


Der verantwortliche Redakteur des katholischen Magazins „Pur“, Bernhard Müller (Kisslegg/Allgäu), bezeichnete die Werbung als einen „Verrat an der Botschaft und der christlichen Wahrheit von Weihnachten“. Der Programminhalt von „Weltbild“ stehe damit „im krassen Gegensatz zu dem, was seine Eigentümer, die katholischen Bischöfe, an Weihnachten von den Kanzeln predigen werden“, sagte Müller gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Er erinnerte an die Diskussion über die Verlagsgruppe im vergangenen Jahr. Sie war wegen des Verkaufs pornographischer und esoterischer Bücher in die Kritik geraten. Müller: „Die versprochene inhaltliche Neuausrichtung von Weltbild lässt auf sich warten.“ Die von den katholischen Bischöfen vor einem Jahr angekündigte Rückbesinnung auf christliche Grundsätze sei offenbar nicht bis zur Geschäftsführung durchgedrungen.

Verlagsgruppe entschuldigt sich: Ein „Fehler“

Die (katholische) Deutsche Bischofskonferenz wollte die Werbung nicht kommentieren und verwies auf den Verlag und den Aufsichtsratsvorsitzenden, den Generalvikar des Erzbistums München und Freising, Prälat Peter Beer (München). Dessen Büro wiederum wies auf eine Stellungnahme der Verlagsgruppe hin. Darin heißt es: „Wir stimmen der Kritik zu, dass es sehr unglücklich ist, die Erinnerung an die Weihnachtsgeschichte, auch wenn sie biblisch korrekt ist, in einer Reihe ‚Nostalgischer Märchenschatz‘ zu platzieren.“ Dies sei ein Fehler gewesen: „Wir können uns dafür nur nachdrücklich entschuldigen.“ Nach Angaben der Unternehmenskommunikation enthält das Buch den Hinweis, dass es sich um eine „wahre Geschichte voll wundersamer Ereignisse“ handele, „die sich vor fast zweitausend Jahren tatsächlich zugetragen hat“.


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