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Bewegend und dramatisch: Die Geschichte der Kirche

23. November 2012 in Buchtipp, 1 Lesermeinung
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Kirchengeschichte von Richard Niedermeier: keine Institution steht so vielen Fragen, Anfeindungen und Missverständnissen gegenüber wie die Katholische Kirche. Und keine hat die abendländische Zivilisation in über 2000 Jahren mehr geformt als sie


Aachen (kath.net/pm) In seinem dreibändigen Werk nimmt Richard Niedermeier Sie mit auf eine Reise von den Anfängen des Christentums und der Kirche bis in die Gegenwart. Seine „Geschichte der Kirche“ ist ein Gewinn für jeden, der verlorene oder verdrängte Wahrheiten wiederentdecken möchte und leistet ihren Beitrag dazu, die Kirche im Lichte ihrer Zeit und damit die Situation des Christentums in der heutigen Welt zu verstehen.

Band I behandelt die Zeit von der Gründung der Kirche durch Jesus Christus bis zum frühen Mittelalter. Der Autor beschreibt das Leben der Urgemeinde, die Verfolgung und Ausbreitung der Christen sowie die bedeutsamen Rollen von Petrus und Paulus.

Der Autor stellt dar, wie sich das Christentum gegen die geistlichenStrömungen der Zeit stellte und wie sich so die Notwendigkeit für eine kirchliche Lehre, Theologie und Verfassungentwickelte. Er erläutert die Bedeutung der konstantinischen Wende, mit der die Kirche erstmals rechtlichen Status erlangte und eine Zeit der Koexistenz von Kirche und Staat im christlichen Imperium anbrach. Niedermeier schließt den Band I mit den ersten Konzilien, Synoden und den Anfängen des Papsttums in der Kirche.


Band II beschreibt die abendländische Christenheit vom frühen zum späten Mittelalter bis zur Renaissance. Der Autor erläutert die frühbyzantinische Kirche und die Idee eines christlichen Kaisertums und gelangt über das Vordringen des Islam zu den Missionierungen des Mittelalters.

Er berichtet über das Verhältnis der Kirche und des Papsttums zu den Herrschergeschlechtern der Karolinger und Ottonen, das daraus resultierende Reformpapsttum und schließlich die Gregorianische Reform unter Gregor VII. In der Zeit des Hoch- und Spätmittelalters behandelt der Autor u. a. die großen kirchlichen Themen: Erneuerung der Orden, Kreuzzüge, Scholastik, Abendländisches Schisma und die Renaissance-Päpste.

Band III – Von der Reformation bis zur Gegenwart – ist in Vorbereitung und erscheint im Frühjahr 2013!

Der Autor

Richard Niedermeier, 1956 in München geboren, studierte Philosophie und Theologie an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität und an der Hochschule für Philosophie und promovierte zum Lizenziaten der Theologie mit einer Arbeit bei Prof. Leo Scheffczyk. Nach weiteren theologischen Studien in Augsburg (bei Prof. Anton Ziegenaus) und einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bamberg arbeitet er nun als freier Fachjournalist, Rezensent und Sachbuchautor für Theologie, Philosophie und Geistesgeschichte. Richard Niedermeier lebt in Kößlarn, ist verheiratet und hat einen Sohn.

kath.net-Buchtipp:
Die Geschichte der Kirche. 2000 bewegte Jahre
Richard Niedermeier
MM-Verlag

Bd. 1: Von der Gründung bis zur Reichskirche
Gebundene Ausgabe, 224 Seiten
ISBN 978-3-942698-03-0
Preis: 20.40 EUR

Bd. 2: Mittelalter und Renaissance
Gebundene Ausgabe, 352 Seiten
ISBN 978-3-942698-11-5
Preis: 23.50 EUR

Band 3: Von der Reformation bis zur Gegenwart, wird im Frühjahr 2013 erscheinen

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Foto: (c) MM-Verlag


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Lesermeinungen

  23. November 2012 
 

gegen den Strom schwimmen...

Die Kirche wird wohl immer eine \"kleine Herde\" bleiben, ob man dies nun institutionell oder offener verstehen will. Kirche ist die Gemeinschaft der Gläubigen und der Papst schreibt in seinem neusten Jesusband ein eindrückliches Wort dazu:

\"So gehört zur Christwerdung das Hinausgehen aus dem, was alle denken und wollen, aus den herrschenden Massstäben, um ins Licht der Wahrheit unseres Seins zu finden und mit ihm auf den rechten Weg zu kommen.\" (Seite 76 unten)

Natürlich bedeutet dies immer, aus Sicht der Welt auf dem \"falschen Weg\" zu sein. Und doch wirkt der Gläubige auf die Gesellschaft, wenn auch häufig provokativ, nur schon durch sein Dasein.


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