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Streit um Gottesbekenntnis auf Geldscheinen in Brasilien13. November 2012 in Chronik, 6 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
In Brasilien ist ein Streit über den Spruch «Gott sei gelobt» auf den Geldscheinen des Landes entbrannt
Sao Paulo (kath.net/KNA) In Brasilien ist ein Streit über den Spruch «Gott sei gelobt» auf den Geldscheinen des Landes entbrannt. Wie örtliche Medien am Dienstag berichteten, ging bei der brasilianischen Bundesjustiz eine zivilrechtliche Klage gegen den Spruch ein. Die Erwähnung des Gottesnamens verletze die in der Verfassung garantierte Trennung von Staat und Kirche, argumentiert der Kläger, der selbst Staatsanwalt im Bundesstaat Sao Paulo ist, die Klage jedoch als Privatperson eingereicht hat. 
«Stellen Sie sich vor, auf den Geldscheinen stünde 'Allah oder Buddha sei gelobt', oder etwa 'Gott existiert nicht'», betonte der Kläger, der sich selbst als Atheist bezeichnet. «Sicherlich würde dies innerhalb der brasilianischen Gesellschaft zu einem Aufbegehren der Bürger führen, die an einen christlichen Gott glauben.» Die Zentralbank, die die Geldscheine entwirft und druckt, erklärte, der Spruch stelle keinen Bezug zu einer spezifischen Religion her und verletze das Neutralitätsgebot daher nicht. Mit Blick auf die Verfassung hieß es zudem, diese vertrete zwar ein laizistisches Grundprinzip, beginne jedoch mit der Versicherung, «unter dem Schutz Gottes» verabschiedet worden zu sein. (C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
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Lesermeinungen| | 14. November 2012 | | | | Staat ohne Gott? Eine Regierung, die Gottes Autorität über sich nicht anerkennt, wird zur Tyrannei. Dieser Atheist fordert die Gleichstellung seiner Gottesleugnung mit einem positiven Glauben. Das kann der Staat nicht zulassen. Es ist nicht eine Frage der Bevorzugung von Religionsgemeinschaften; Atheismus ist keine Religion, sondern ein Unsinn. |  1
| | | | | WoNe 14. November 2012 | | | | Staat und Gottesbezug - Ein Widerspruch? In der Präambel des deutschen Grundgesetzes heißt es:
\"Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen [...] hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.\"
Ich halte den Widerspruch zwischen Staat und christlichem Glauben für konstruiert von denjenigen, denen es nicht laizistisch (sprich gottlos) genug zugehen kann. Welcher Gott ist wohl in dem Präambeltext gemeint? Irgendeine abstrakte Weltformel oder ein Zwittergott aus den drei sog. abrahamitischen Religionen? Ich persönlich glaube, dass die Väter des Grundgesetzes, die unbescholten blieben in Deutschlands finstersten Zeit von 1933-45, den Dreifaltigen Gott meinten. Deutschland war nie ein laizistischer Staat à la Frankreich und soll es auch bitte nicht werden. Gott ist keine Privatangelegenheit!
Geld ist nur ein Mittel, kein Zweck. Der Aufdruck \"Gott sei gelobt\" könnte den ein oder anderen daran erinnern. |  2
| | | | | Thomas de Aquino 14. November 2012 | |  | Eine Gesellschaft, die als solche, an Gott glaubt, hat natürlich das Recht und die Pflicht Gottes Namen öffentlich zu ehren.
Ist der Geldschein der richtige Platz dafür?
Von Geld sagt man, es sei schmutzig. Die Gier, das Weltverhaftete und der Mammon sind mit Geld gedanklich verbunden.
Andererseits ist Geld an sich erstmal nur ein neutrales (Tausch)Mittel. Ob der Geldeinsatz Gut oder Schlecht ist, hängt völlig vom Zweck ab, für den das Geld eingesetzt wird. Geld ist die Grundlage der modernen Volkswirtschaft und unseres Wohlstandes und spielt im weltlichen Staat eine entsprechend wichtige Rolle. Hier sollte vielleicht auch auf Gott bezug genommen und erinnert werden.
Man könnte sagen, gerade weil damit schlechtes begangen werden kann, sollte es an Gott erinnern.
Entscheiden ist wohl letztlich die Frage: Wird Gott damit wirklich geehrt? |  2
| | | | | Faustyna-Maria 14. November 2012 | | | | Marienzweig, ich verstehe Sie.
Wessen Abbildung ist auf der Münze? - Des Kaisers. - Also gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gott gehört.
So eine Vermischung ist schwierig, da ja der Gott der Juden anderes fordert, als der Allah im Koran, und geht man zum Buddhismus, etc. hat man entweder keinen Gott oder gaaaanz viele Götter...
Ist schon schwierig ... wie sekulär muss ein Staat sein? Kann sich ein Staat nicht zu einem jüdisch-christlichen Glauben bekennen und gleichzeitig anderen Religionen / Kulturen Raum lassen, nach dem Motto, wir sind mehrheitlich Christen, respektieren aber alle, die es nicht sind. Das geht doch. |  2
| | | | | Ludwig 13. November 2012 | |  | Geld ist Staatssache und ich sehe keinen Grund, warum man darauf einen Gottesbezug setzen muss. Ganz im Gegenteil. Auf die Münzen gehört auch kein Kölner Dom und keine Moschee.
Im Grunde hat da gar nichts etwas zu suchen, was auch nur eine Person des Staates ausgrenzt und es ist obendrein auch nicht nötig. |  0
| | | | | 13. November 2012 | | | | Zwiespalt Der Kläger bezeichnet sich als Atheist, ich bin Christin - dennoch sträubt sich in mir etwas, auf einen Geldschein den Spruch \"Gott sei gelobt\" aufzudrucken.
Sicher, man kann mit Geld viel Gutes bewirken aber auch das Gegenteil.
Was würde wohl Jesus sagen? |  2
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