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| ![]() Vatikan hat Beobachter-Status im Wiener King-Abdullah-Zentrum3. November 2012 in Österreich, 3 Lesermeinungen Sekretär des Päpstlichen Rats für interreligiösen Dialog, Miguel Angel Ayuso Guixot, vertritt den Heiligen Stuhl in dem von Saudi-Arabien finanzierten Dialogzentrum Wien (kath.net/KAP) Der Vatikan hat nun offiziell Beobachterstatus im Wiener King-Abdullah-Zentrum. Das hat das von Saudi-Arabien finanzierte Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog am Freitag in einer Aussendung bestätigt. Vorausgegangen war ein Treffen des sogenannten "Council of Parties" der Gründungsstaaten des Zentrums, an dem am Mittwoch in Wien der saudische Vize-Außenminister Abdulaziz Bin Abdullah Bin Abdulaziz, Außenamts-Staatsekretär Reinhold Lopatka und der spanische Botschafter Yago Pico de Coana y de Valicourt teilnahmen. Als Vertreter des Vatikans war der Sekretär des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Miguel Angel Ayuso Guixot (Foto), angereist. Der Combonianer-Pater und Islam-Experte wird als Beobachter des Heiligen Stuhls dem "Board of Directors" der Einrichtung angehören. "Der auf Respekt, gegenseitigem Verständnis und Zusammenarbeit basierende Dialog ist von entscheidender Wichtigkeit für unsere Gegenwart und unsere Zukunft", sagte Ayuso. Als Vertreter der katholischen Kirche im King-Abdullah-Zentrum habe er die Möglichkeit, die Förderung dieser Werte zu unterstützen, so der hochrangige Kurienmitarbeiter, der nach Kardinal Jean-Louis Tauran "zweiter Mann" im päpstlichen Dialograt ist. Das "King Abdullah Bin Abdulaziz International Centre for Interreligious and Intercultural Dialogue" (KAICIID) soll am 26. November in Wien eröffnet werden. Die Einrichtung basiert auf einem völkerrechtlichen Abkommen zwischen Spanien, Österreich und Saudi-Arabien. Das Zentrum ist wegen der Führungsrolle Saudi-Arabiens, wo es keine Religionsfreiheit für Nicht-Muslime gibt, nicht unumstritten. Bei dem Treffen am Mittwoch bestätigten die Gründungsstaaten offiziell die vom Vorbereitungskomitee des Zentrums geleisteten Arbeiten. KAICIID-Generalsekretär ist der ehemalige stellvertretende saudische Bildungsminister Faisal Abdulrahman Bin Muaammar, seine Stellvertreterin die frühere österreichische Justizministerin Claudia Bandion-Ortner. Dem Heiligen Stuhl wurde der Status eines "Founding Observers" zuerkannt. Im "Board of Directors" des Abdullah-Zentrums werden insgesamt neun Mitglieder die fünf Weltreligionen vertreten. Neben dem Vatikan-Vertreter Ayuso sind das aus dem Christentum der orthodoxe Metropolit Emmanuel von Frankreich und Toby Howarth von der anglikanischen Kirche. Rabbiner David S. Rosen (New York-Jerusalem) vertritt das Judentum, Hamad bin Abdullah Al-Majed (Saudi Arabien; Sunnit), Seyyed Ataollah Mohajerani (Iran; Schiit) und Mohammad El Sammak (Jordanien; Sunnit) repräsentieren den Islam, den Hinduismus vertritt Swami Agnivesh, Mindrolling Jetsün Khandro Rinpoche den Buddhismus. Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuReligionen
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