
Jerusalem (kath.net/KNA) Der ultraorthodoxe israelische Vize-Gesundheitsminister Jaakov Litzman (Foto) hält es für absurd, dass beide Elternteile arbeiten. Es stehe nirgendwo geschrieben, dass Männer arbeiten müssten; es genüge, wenn die Frauen arbeiteten, zitiert die Tageszeitung «Haaretz» (Donnerstag) aus einem Interview Litzmans mit der hebräischsprachigen israelischen Wirtschaftszeitung «The Marker». Ein Elternteil müsse für die Erziehung der Kinder sorgen.
Er habe kein Problem damit, wenn strengreligiöse jüdische Männer arbeiten gehen wollten. Die eiserne Grundregel laute aber, dass wer studieren wolle, auch studieren müsse, so Litzman. Diese Weltsicht könne nicht geändert werden. Zudem gebe es ohnehin nicht genügend Arbeitsplätze für alle. Der Anteil strengreligiöser Juden, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, statt sich voll dem Bibelstudium hinzugeben, liegt laut dem Bericht bei 45 Prozent.
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