02 November 2012, 09:00
Kurienkardinal feiert im Petersdom Messe im alten Ritus
 
Hildegard13
 
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Im Petersdom wird am Samstag zum zweiten Mal seit ihrer Wiederzulassung an einem Hauptaltar eine Messe im alten Ritus gefeiert werden, Zelebrant ist der Präfekt der Gottesdienstkongregation, Kardinal Canizares Llovera.

Vatikanstadt (kath.net/KNA) Im Petersdom in Rom soll am Samstag zum zweiten Mal seit ihrer Wiederzulassung durch Papst Benedikt XVI. an einem Hauptaltar eine Messe im alten Ritus gefeiert werden. Als Zelebrant für das Pontifikalamt am Kathedra-Altar der Basilika ist der Präfekt der vatikanischen Gottesdienstkongregation angekündigt, Kardinal Antonio Canizares Llovera (Foto). Es wäre das erste Mal nach der Veröffentlichung des päpstlichen Erlasses «Summorum Pontificum» im Juli 2007, dass ein Präfekt der Gottesdienstkongregation im Petersdom eine Messe im alten Ritus hält.

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Im Mai 2011 hatte der deutsche Kurienkardinal Walter Brandmüller erstmals an einem Hauptaltar des Petersdomes eine Messe im außerordentlichen Ritus gefeiert. Schon damals war für das Pontifikalamt am Kathedra-Altar Kardinal Llovera als Zelebrant angekündigt. Aus unbekannten Gründen wurde der Spanier jedoch von Kardinal Brandmüller vertreten. In den Seitenkapellen der päpstlichen Basilika werden schon seit längerem regelmäßig Messen im alten Ritus gehalten.

Die Messe mit Kardinal Llovera soll im Rahmen einer Pilgerfahrt von Anhängern des alten Ritus stattfinden. Mitorganisator ist der italienische Zweig der Gemeinschaft «Una Voce». Sie ist ein Zusammenschluss katholischer Laien, die der außerordentlichen Form des römischen Ritus verbunden sind und sich der Pflege des Gregorianischen Chorals verschrieben haben.

Mit dem Erlass «Summorum Pontificum» hatte Benedikt XVI. die tridentinische Messe von September 2007 an als außerordentliche Form wiederzugelassen. Als tridentinische Messe wird der lateinischsprachige Gottesdienst im alten Ritus bezeichnet, wie er nach dem Konzil von Trient (1545-1563) für die katholische Kirche in der ganzen Welt vorgeschrieben war. Diese Messbücher wurden erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) schrittweise durch eine erneuerte Liturgie ersetzt, die in der Regel in der jeweiligen Landessprache gefeiert wird. Latein blieb aber weiterhin erlaubt.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: Im Petersdom, (c) kath.net/Petra Lorleberg






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