
Rommerskirchen (kath.net/pl) Wer zu Allerheiligen den Friedhof in Nettesheim (Erzbistum Köln) besucht, wird bemerken, dass an der Wegekapelle die Figuren von Maria und Josef fehlen. Immerhin ließen die Diebe das Kruzifix in der kleinen Kapelle am Friedhof hängen. Doch das schützende Gitter ist aufgebrochen, die Gipsfiguren der beiden Heiligen fehlen. Darüber berichtete die „Rheinische Post“. „Wenn wir in diesem Jahr zum Friedhof gehen, wird uns angesichts des Diebstahls von Heiligenfiguren bewusst, dass Menschen vor Heiligem nicht zurückschrecken“, sagte Monsignore Franz Josef Freericks, der Pfarrer von St. Peter in Rommerskirchen. Wann die Tat genau begangen wurde, ist bisher unbekannt, nach Aussage der Polizeisprecherin Diane Drawe gibt es bisher auch „keinen konkreten Tatverdacht“.
Die Kapelle ist nicht in kirchlichem Besitz, sondern im Besitz der Gemeinde Rommerskirchen und zählt als Denkmal, sie wird in privater Regie durch örtliche Schützenbruderschaften gepflegt. Matthias Schlömer, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes und gleichzeitig Präsident einer der Schützenbruderschaften, bezeichnete es als „sehr schade, dass man mittlerweile nicht mehr davor zurückschreckt, sich an für die Allgemeinheit wichtigen Denkmälern zu vergreifen“. Der Diebstahl sei für die Dorfgemeinschaft „ein hoher ideeller Verlust“, erläuterte Schlömer der „Rheinischen Post“.
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