
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat in Assisi an einer Gedenkveranstaltung für das Weltfriedenstreffen der Religionen vor einem Jahr teilgenommen. Das berichtete die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" am Dienstag. Das Ziel eines Dialogs zwischen den Religionen sei nicht der Dialog an sich, sondern das Kennenlernen der Wahrheit, hob Müller am Montag in seinem Vortrag im Franzikaner-Kloster der mittelitalienischen Stadt hervor. Die Wahrheit dürfe nicht im Namen einer "politischen Korrektheit" verborgen werden. Der "Osservatore Romano" veröffentlichte einen Teil seiner Ansprache. Organisator des Treffens war das Kloster der Franzikaner-Minoriten in Assisi.
Papst Benedikt XVI. hat vor einem Jahr, am 27. Oktober 2011, führende Vertreter der großen Religionen zu einem Friedenstreffen nach Assisi eingeladen. Etwa 300 Repräsentanten von rund 30 christlichen Kirchen und einem Dutzend Religionen verurteilten gemeinsam mit dem Papst jede Form religiös motivierter Gewalt und riefen zu Toleranz auf. Anlass der Zusammenkunft war der 25. Jahrestag des ersten Weltfriedenstreffens, das Johannes Paul II. 1986 einberufen hatte.
Papst Benedikt in Assisi 2011 - Seine Rede vom 27.10.2011 in voller Länge
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