
Bratislava (kath.net/KAP) In der Slowakei hat der Familienrat der Bischofskonferenz die Abgeordneten des Nationalrats aufgerufen, den Gesetzesentwurf über die eingetragene Partnerschaft abzulehnen. Der Gesetzesentwurf in der derzeit laufenden Parlamentssession stelle die "homosexuelle Partnerschaft auf dieselbe Ebene wie die Ehe mit ihren Vorrechten in den einzelnen Gesetzesbestimmungen", warnt die vom Vorsitzenden des Rats, dem Kaschauer griechisch-katholischen Eparchen Milan Chautur, gezeichnete Erklärung.
"Homosexuelles Fühlen, das manchen Personen zu eigen" sei, dürfe "nicht zur dauernden Lebensgemeinschaft mit Rechtsschutz werden, und zwar deshalb, weil die homosexuelle Partnerschaft nicht auf eine Ebene mit der natürlichen Verbindung zwischen Mann und Frau gestellt werden" könne. "Homosexuelle Handlungen" seien "ihrem Charakter nach ungeordnet" und stünden "im völligen Gegensatz zur Heiligkeit der Sexualität von Mann und Frau in der Ehe".
Das Thema sei nichts Neues und habe die Menschen auch schon vor Christi Geburt beschäftigt, so Bischof Chautur in der Erklärung, die bei der jüngsten Sitzung des Familienrats in Belusske Slatiny verabschiedet wurde. Schon der Apostel Paulus habe im Römerbrief des Neuen Testaments vom "gebührenden Lohn" gesprochen, die die Unzucht treibenden Männer "für ihre Verirrung" treffe. Was darunter zu verstehen sei, wüssten wir, so der Vorsitzende des Familienrats der Slowakischen Bischofskonferenz, "aus der Geschichte Roms, das an der Sittenlosigkeit zugrunde gegangen" sei. Dies aktuell zu verhindern, sei Aufgabe der Politik. "Wir wollen glauben, dass niemandem von Ihnen am Niedergang des slowakischen Volkes gelegen ist", heißt es an die Adresse der Parlamentarier.
Isolation für christlich Denkende
Abschließend warnt Bischof Chautur vor der "gravierenden Tatsache, dass ein solches Gesetz die Christen nicht nur zur Zustimmung, sondern auch zur direkten Begünstigung homosexueller Praktiken zwingen würde". Ein praktizierender Christ werde "nicht als Bürgermeister kandidieren oder auf dem Matrikenamt angestellt sein können".
Ähnliches gelte für den privaten Bereich, wo Christen genötigt würden, "bei Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Eintragung dieser Partnerschaften zu kollaborieren". Auf diese Weise, so der Familienrat der Slowakischen Bischofskonferenz, gerieten "christlich denkende Menschen in unserer demokratischen Gesellschaft in eine Isolation, wie wir sie nicht einmal im tiefsten Totalitarismus erlebt haben".
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