
Edinburgh (kath.net) „Es wird Zeit, dass wir anerkennen, dass wir uns im Propagandakrieg befinden. Unglücklicherweise wird aber nur eine der beiden Seiten öffentlich unterstützt und bezuschusst“. Dies schrieb John Deighan, der Vertreter der schottischen katholischen Bischofskonferenz am Schottischen Parlament in Bezug auf die Lobbyarbeit von homosexuellen Interessenvertretungen. Darüber berichtete das „Scottish Catholic Media Office“. Dieser Stellungnahme ging die Nominierung des Edinburgher Erzbischofs und Vorsitzenden der Schottischen Bischofskonferenz, Keith Kardinal O’Brien, sowie des Glasgower Erzbischofs Philip Tartaglia (siehe Foto) zum Preis „Bigotter des Jahres“ durch die Gruppe „Stonewall“ voraus. Deighan vermutet, dass die beiden katholischen Führungskräfte nominiert wurden, weil sie den Standpunkt vertreten, dass die Ehe eine Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau ist.
„Der Symbolgehalt des Preises für den ‚Bigotten des Jahres‘ spricht Bände über die Schärfe“, mit welcher jene „denunziert und herabgesetzt werden, die diese Agenda nicht teilen“, so Deighan. Er hält es für unangebracht, dass „in unserer normalen politisch korrekten Welt“ eine solche Preisverleihung überhaupt ihren Platz habe und fragt, ob wir „in einer Gesellschaft, die beansprucht, dass sie Gleichheit und Vielfalt wertschätzt“, wirklich jene angreifen und herabstufen sollten, „welche unsere Standpunkte nicht teilen“.
Anstelle einer informierten öffentlichen Debatte über die Homosexualität gehe es bei der Preisverleihung um „Intoleranz und Einschüchterung“, stellte der Vertreter der schottischen katholischen Bischöfe fest.
Fotos Keith Kardinal O’Brien und Erzbischofs Philip Tartaglia: © The Bishops´ Conference of Scotland
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