
Kaduna (kath.net/KNA) Die katholische Kirche Sankt Rita in Malali nahe der nordnigerianischen Stadt Kaduna ist am Sonntagmorgen Ziel eines Bombenanschlags geworden. Nach ersten Presseberichten versuchten ein oder zwei Selbstmordattentäter, mit Autos während des Gottesdienstes in die Kirche hineinzufahren, und zündeten dabei Sprengsätze. Es soll mehrere Todesopfer und zahlreiche Verletzte gegeben haben. Wer hinter der Gewalttat steht, ist noch nicht bekannt.
Mittlerweile kommen aus Kaduna, der Hauptstadt des gleichnamigen nigerianischen Bundesstaates, auch Berichte, dass aufgebrachte Christen versuchten, sich an muslimischen Mitbewohnern für den Anschlag zu rächen. Kaduna liegt in der Grenzregion zwischen dem christlich geprägten Süden und dem mehrheitlich islamischen Norden des westafrikanischen Landes. Die rund 1,5 Millionen Einwohner zählende Stadt, auch Sitz eines katholischen Erzbistums, ist in der Vergangenheit bereits mehrfach Schauplatz blutiger Gewalt zwischen Muslimen und Christen gewesen.
(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Tweet
Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben



Tippfehler melden
Druckversion



Anderswo...
Top Artikel der letzten 7 Tage
