
Manila (kath.net/KNA) Ein katholischer Erzbischof auf den Philippinen hat seine Priester vor einem Handel mit Sakramenten und Segen zu Allerheiligen gewarnt. «Der Handel mit spirituellen Dingen gegen Geld ist Simonie und eine Sünde», betonte Erzbischof Socrates Villegas von Lingayen-Dagupan in einem Rundschreiben, das am Freitag auf der Internetseite der Bischofskonferenz veröffentlicht wurde. Als Simonie wird der Handel mit kirchlichen Ämtern, Pfründen und Sakramenten bezeichnet.
Der Erzbischof, der auch stellvertretender Vorsitzender der Bischofskonferenz ist, untersagt auch ausdrücklich die Annahme von Spenden für die Segnung von Gräbern zu Allerheiligen. Verboten seien zudem «individuelle Segnungen von Gräbern als Gefälligkeit für Freunde der Priester oder Wohltäter der Kirche». Ferner müssten Kopien von «Familiengebeten bei Friedhofsbesuchen» kostenlos verteilt werden; ein Verkauf sei verboten.
Unter Androhung harter Strafen warnte der Erzbischof Kommunionhelfer und Priesterseminaristen davor, selbst Gräber zu segnen. Die unwiderrufliche Folge wären ein «Ausschluss vom Dienst als Kommunionhelfer oder die Einstufung als ungeeigneter Weihekandidat». Die Philippinen sind neben Osttimor das einzige katholisch geprägte Land Asiens.
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