26 Oktober 2012, 11:30
Päpstlicher Kammerdiener tritt Haftstrafe an
 
Hildegard13
 
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Staatssekretariat: Strafmaß erscheint angesichts des angerichteten Schadens "milde und ausgewogen"

Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der päpstliche Kammerdiener Paolo Gabriele (Foto) hat seine Haftstrafe angetreten. Eine entsprechende Verfügung des vatikanischen Staatsanwaltes sei am Donnerstag ausgeführt worden, teilte der Vatikan mit. Die Verurteilung Gabrieles zu 18 Monaten Haft durch das vatikanische Gericht vom 6. Oktober sei nunmehr rechtskräftig. Einspruch sei nicht eingelegt worden. Das vatikanische Staatssekretariat kündigte zudem die Einleitung eines Verfahrens an, das Gabriele von Ämtern an der römischen Kurie ausschließt.

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Eine Begnadigung durch Papst Benedikt XVI. sei jedoch weiterhin möglich. Sie setzte allerdings Reue und eine "aufrichtige Bitte um Vergebung" an den Papst und alle Geschädigten voraus, so das vatikanische Staatssekretariat. Gabriele ist in einer Arrestzelle in der Kaserne der vatikanischen Gendarmerie inhaftiert. Er hatte nach seiner Festnahme im Mai bereits 53 Tage in Untersuchungshaft verbracht.

Das Strafmaß erscheine angesichts des angerichteten Schadens "milde und ausgewogen", heißt es in der Erklärung der zentralen Kurienbehörde weiter. Gabriele habe den Papst durch sein Verhalten persönlich beleidigt und das Recht auf Vertraulichkeit vieler Personen verletzt, die sich an den Papst gewandt hätten.

Zudem habe sein Handeln Vorurteile gegenüber dem Heiligen Stuhl und seinen Institutionen hervorgerufen, so die Erklärung weiter. Er habe die Kommunikation zwischen den Bischöfen der Weltkirche und dem Heiligen Stuhl behindert und "Empörung" unter den Gläubigen hervorgerufen. Für mehrere Monate sei die "Unbeschwertheit" der täglichen Arbeit in den Einrichtungen des Heiligen Stuhls gestört worden.

Das vatikanische Staatssekretariat wertete den Prozess gegen Gabriele zugleich als Beleg für dessen Einzeltäterschaft. Er habe gezeigt, dass Gabriele keine Komplizen und Hintermänner gehabt habe und es keine Komplotte gegeben habe.

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Foto Paolo Gabriele: (c) Rome Reports (Screenshot)






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