
Augsburg: Neustrukturierung der Dekanate steht unmittelbar bevor25. Oktober 2012 in Deutschland, 3 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Im Bistum Augsburg wird die Zahl der Dekanate von 36 auf 23 reduziert. Generalvikar Harald Heinrich weiß, dass die Strukturänderungen auch viel Misstrauen und Resignation hervorgerufen haben.
Augsburg (kath.net/pba) Bischof Konrad Zdarsa wird zum 1. Dezember 2012 die Neustrukturierung der Dekanate des Bistums Augsburg in Kraft setzen. Ab diesem Zeitpunkt wird es im Bistum 23 Dekanate geben, bisher waren es 36. Mit dieser Umstrukturierung der Dekanate wird auch die Auflösung der bisherigen Regionen verbunden sein. Die bisherigen Standorte der Regionen werden als Außenstellen des Bischöflichen Seelsorgeamtes weitergeführt. Die Verantwortung hierfür wird bei Domkapitular Michael Kreuzer liegen, dem Leiter der Hauptabteilung II - Seelsorge. Generalvikar Harald Heinrich hat Anfang dieser Woche alle Priester, Diakone, pastoralen Laienmitarbeiter/-innen und ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen per Brief über die bevorstehenden Änderungen informiert. Er sei sich bewusst, "dass die Strukturänderungen auch viel Misstrauen und Resignation hervorgerufen haben", blickt der Generalvikar in dem Brief auf die Diskussionen im Zusammenhang mit der pastoralen Raum- und Personalplanung 2025 zurück. Zugleich bittet er um Geduld, damit im Bistum Augsburg ein umfassender geistlicher und pastoraler Prozess angegangen werden könne. "Sehen Sie diesen Brief als Baustein des künftigen Miteinanders", richtet sich Generalvikar Heinrich deshalb an den weiten Adressatenkreis des Schreibens, in dem er auch über die Eckpunkte der künftigen Pastoral- und Pfarrgemeinderäte informiert. Er befürworte es ausdrücklich, "dass Sie darüber diskutieren und sich austauschen", so der Generalvikar. Dies gelte auch für die Vorschläge zu den künftigen Standorten der Pfarrbüros sowie der Wohnorte der Pfarrer, die Ende Oktober versandt würden. Die Eckpunkte für die künftigen Pastoralräte sehen unter anderem vor, dass diese Gremien in Fragen der Weltverantwortung in eigener Verantwortung entscheiden können. Sie wurden seit März 2012 vom Diözesanrat der Katholiken und Domdekan Prälat Dr. Bertram Meier als Beauftragtem des Bischofs gemeinsam entwickelt. In naher Zukunft müssten diese Zwischenergebnisse "noch weiter vertieft und schließlich in Form von Satzungen gegossen werden", heißt es dazu in einem Brief vom 19. Oktober an die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte, der von Helmut Mangold, dem Vorsitzenden des Diözesanrats, und Domdekan Prälat Dr. Bertram Meier, dem Leiter der Hauptabteilung III - Kirchliches Leben, unterzeichnet wurde. "Wir hoffen, dass durch diese Kultur der Beteiligung einvernehmliche Lösungen erzielt werden können", blicken die beiden Unterzeichner auf den bisherigen Verlauf des gemeinsamen Gesprächswegs zurück. Bischof Konrad Zdarsa freut sich bereits auf die Zusammenarbeit mit den künftigen Dekanen. "Ich will das Amt des Dekans stärken, das in der Weltkirche sehr wichtig ist und sich auch bewährt hat." Der Begriff "Dekanat" stehe für das lateinische "zehn". "Wir werden langfristig etwas mehr als 200 Pfarreiengemeinschaften haben. Die 23 Dekanate werden also aus jeweils rund zehn solcher Gemeinschaften bestehen. Ich denke, das trifft das altbewährte Prinzip des Dekanats sehr gut. Wir werden uns damit in der Pastoral auch nicht aus der Fläche zurückziehen", so Bischof Konrad. 
Foto Mariendom Augsburg: (c) Bistum Augsburg
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