Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  3. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  6. Es gibt keine zweite Chance mehr
  7. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  8. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  9. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  10. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  11. Technisch brillant, geistig obdachlos
  12. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  13. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  14. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  15. "Ich glaube, dass ich glaube"

Wissenschaftliche Zweifel am 'Ehefrau-Jesu'-Papyrus mehren sich

22. Oktober 2012 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Britischer Wissenschaftler geht davon aus, dass der Text mithilfe einer koptisch-englischen Interlinearübersetzung zusammengestellt worden war, worauf u.a. ein auffälliger Rechtschreibfehler hinweist.


(kath.net/pl) „Jesus sagte zu ihnen: ‚Meine Ehefrau‘“. Dieses Satzfragment eines Papyrusfetzens sorgte Ende September für Aufregung weit über die historischen Wissenschaften hinaus. Inzwischen mehren sich die Zweifel an der Echtheit des Papyrus. Darüber berichtete der „Spiegel“ unter Berufung auf Angaben der Nachrichtenagentur „Reuters“. Die US-Theologin Karen King hatte Ende September auf einem Kongress für koptische Studien in Rom das acht mal vier Zentimeter kleine Schriftstück vorgestellt und behauptet, es stamme aus dem 4. Jahrhundert.

Wie der Spiegel weiter berichtete, stellte Andrew Bernhard von der Oxford University nämlich grammatikalische Anomalien am in koptischer Sprache abgefassten Text des Papyrus fest. Bernhard folgerte daraus, dass Koptisch offenbar nicht die Muttersprache des Verfassers gewesen war, ja, dass er Koptisch noch nicht einmal gut beherrscht habe. Der britische Experte hält es für wahrscheinlich, dass sich der Verfasser des Textes aus der koptisch-englischen Interlinearübersetzung des apokryphen Thomasevangeliums (von Michael Grondin) Wörter und Phrasen zusammengesucht habe. Dafür spreche u.a. ein auffälliger typographischer Schreibfehler auf dem Papyrus, der sich auffälligerweise ebenfalls in der PDF-Ausgabe von Grondins Interlinearübersetzung findet. Grondin hatte diese Auffälligkeit selbst entdeckt. Bernhard hat sich inzwischen mit einem weiteren Fachwissenschaftler, Mark Goodacre von der Duke University, ausgetauscht und einen Fachaufsatz über diese Anomalie veröffentlicht, so der Spiegel. Letzten Aufschluss könnte allerdings erst die chemische Untersuchungen des Papyrus sowie der benutzen Tinte liefern, doch diese stehen bisher noch aus.


Der Historiker Michael Hesemann hatte auf kath.net in seinem Beitrag Wirbel um mysteriöses 'Evangelium von der Frau Jesu' die historischen Hintergründe der Diskussion über die Echtheit des Papyrus bereits aufgerollt.

kathTube-Foto: Das umstrittene Papyrusfragment



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Geschichte

  1. Belvedere: Messe im Gedenken an Staatsvertragsunterzeichnung
  2. Königliche Frauen im Petersdom
  3. Zeitgenossen – Jesus der Galiläer, Seneca der Römer
  4. Liebe.Macht.Erfinderisch.: Enthüllungen
  5. Geköpfte Madonna-Statue im Wallfahrtsort Loretto gefunden
  6. In der Höhle des Geächteten - Hörbuchtipp
  7. Die Byzantiner: Kultur und Alltag im Mittelalter
  8. 1517 - 1717 - 1917
  9. Ein Lied für Nagasaki - Leseprobe 4
  10. Ein Lied für Nagasaki - Leseprobe 3






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  6. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  7. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  8. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  9. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  10. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  11. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  12. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  13. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  14. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  15. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz