22 Oktober 2012, 08:00
Bischof Küng: 'Vom Bischof bis zum Jüngsten, Jesus spricht jeden an'
 
Hildegard13
 
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Diözesane Berufungswallfahrt mit Bischof Küng nach Maria Langegg: Das „Jahr des Glaubens“ könne die Chance bieten, Hemmungen abzubauen und auf andere zuzugehen, zum Beispiel „den Mut haben und Freunde zum Sonntagsgottesdienst einzuladen“.

Maria Langegg (kath.net/dsp) Zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene nahmen an der traditionellen Berufungswallfahrt der Diözese St. Pölten von der Ferdinandwarte zur Wallfahrtskirche Maria Langegg teil. Prominente Begleiter waren Diözesanbischof Klaus Küng, der Göttweiger Abt Columban Luser und Bischofsvikar Gerhard Reitzinger. Dabei gab es unter dem Motto „www.glauben.komm“ die Möglichkeit, über Berufung zu sprechen und nachzudenken. Besonders gedacht wurde des seligen Jakob Kern (1897-1924) – der Gedenktag des Prämonstratenser-Chorherren vom Stift Geras ist der 20. Oktober.

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„Vom Bischof bis zum Jüngsten, Jesus spricht jeden an“, betonte Bischof Klaus Küng in seiner Predigt. Jeder solle sich fragen: „Wie bemühen wir uns, um den Glauben weiterzugeben? Etwa bei Freunden oder in der Familie.“ Das „Jahr des Glaubens“ könne die Chance bieten, Hemmungen abzubauen und auf andere zuzugehen. Der Diözesanbischof nannte als Beispiel „den Mut haben und Freunde zum Sonntagsgottesdienst einzuladen“. Ohne Sonntags-Gebot könne man rasch von Gott abkommen. Trotz der Verantwortung jedes Einzelnen brauche die Welt Priester und Ordensleute. Die Bitte um geistliche Berufe dürfe keine „Art von Feigenblatt“ sein, die uns von eigener Verantwortung für den Glauben dispensiere. Auch wer seine Berufung zur christlichen Familie und Ehe nachgehe, sei Hoffnungsträger. Gott werde uns die nötige Kraft geben und wir könnten auf die Führung des Heiligen Geistes bauen, sagte Bischof Küng.

Der selige Jakob Kern

Während seines Militärdienstes als Sanitäter wurde Jakob Kern 1916 im Ersten Weltkrieg schwer verwundet. Ein Jahr später trat er in das Wiener Priesterseminar ein, 1920 wurde er im Stift Geras aufgenommen. Erschüttert über einen Prager Chorherren, der in Wien für den Kirchenaustritt warb, wollte er stellvertretend gutmachen, was andere gefehlt haben. Jakob Kern wurde ein Seelsorger mit Leib und Seele. Er konnte jedoch nur zwei Jahre als Priester wirken, die zunehmend von Beschwerden, Operationen und Rekonvaleszenz geprägt waren. Seine körperlichen Schmerzen und seelischen Leiden sah er als Sühneopfer an. Als „Sühnepriester“ akzeptierte er seine Situation. Am 20. Oktober 1924 starb er an den Folgen seiner Kriegsverletzung. Papst Johannes Paul II. sprach Jakob Kern 1998 in Wien selig. „Trotz schwerster Krankheit ist er seiner Berufung gefolgt und damit zu einem nachahmenswerten Vorbild geworden“, so Johannes Paul II.






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