
London (www.kath.net/ KNA)
Ein 11-jähriger Junge im südwestenglischen Radstock darf nicht Pfadfinder sein, weil er nicht an Gott glaubt. Nach einem Bericht der britischen Zeitung „Daily Telegraph“ (Freitag) wurde er von den Boy Scouts ausgeschlossen, weil er die Gelöbnisformel nicht mitsprechen wollte. Diese lautet: „Ich verspreche bei meiner Ehre, nach Kräften meine Pflicht für Gott und die Königin zu erfüllen, anderen zu helfen und das Scout-Gesetz zu halten.“
Der Zeitung zufolge hatte der 11-jährige George die örtliche Pfadfindergruppe zehn Monate lang besucht. Er sei „wirklich enttäuscht“, nicht mehr an den Aktivitäten teilnehmen zu dürfen, nur weil er nicht an Gott glaube, sagte er laut „Daily Telegraf“. Die Leitung der Pfadfinder wolle indessen nicht von der Entscheidung abrücken. „Meine Scout-Freunde finden das auch ungerecht“, sagte George.
Sein Vater nannte die Haltung der Scout-Bewegung dem Bericht zufolge „engstirnig“ und „intolerant“. Um Mitglied zu sein, müsse man einen Gottesglauben bekennen, ohne dass die Scouts präzisierten, „von welcher Religion dieser Gott sein sollte“, zitierte die Zeitung den 45-Jährigen. „Du kannst Muslim oder Buddhist sein, aber wenn du den Mut hast, offen zuzugeben, dass du an überhaupt keinen Gott glaubst, dann pass auf - du bist in der Scout-Gemeinschaft nicht willkommen.“
Eine Sprecherin der Pfadfinderbewegung sagte, jeder Jugendliche müsse das Gelöbnis ablegen, wenn er aufgenommen werden wolle. Für unterschiedliche Glaubensrichtungen gebe es unterschiedliche Fassungen; diese enthielten aber immer die „Verpflichtung gegenüber Gott“, so die Sprecherin laut der Zeitung.
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