20 Oktober 2012, 08:55
Lateinisches Patriarchat übernimmt 2013 orthodoxes Osterdatum
 
Hildegard13
 
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Regelung vorerst nur für Jahr 2013 "ad experimentum" gültig, sie soll aber bis 2015 allgemein gültig sein.

Jerusalem (www.kath.net/ KAP)
Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem wird nächstes Jahr das orthodoxe Osterdatum - 5. Mai - übernehmen. Wie es auf der Website des Patriarchats www.fr.lpj.org heißt, handelt es sich um eine "ad experimentum"-Maßnahme, weil das entsprechende Dekret der Versammlung der Bischöfe des Heiligen Landes (Assemblée des Ordinarires Catholiques de Terre Sainte/AOCTS) noch nicht vom Vatikan approbiert ist. Die Approbation soll demnach

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jedenfalls vor Ostern 2015 erfolgen.

Spätestens 2015 werden auch die örtlichen orientalisch-katholischen Patriarchatskirchen der Melkiten, Syrer, Chaldäer, Maroniten und Armenier verpflichtet, das orthodoxe Osterdatum zu übernehmen. Die Entscheidung der AOCTS hatte u.a. mit pastoralen Fragen zu tun, da im Orient Ehen zwischen Katholiken und Orthodoxen häufig sind. Westkirchliches Osterdatum für 2013 ist der 31. März.

Gemeinsam gefeiert werden sollen Fastenzeit, Ostern und Pfingsten. Die Anregung dazu war bei der Bischofssynode für den Nahen Osten 2010 angestoßen worden. Von vielen war erwartet worden, dass der Papst sie ins Postsynodale Schreiben aufnehmen würde, was allerdings nicht erfolge.

Die AOCTS hält in ihrem Dekret fest, dass die Regelung vorerst nur für das Jahr 2013 "ad experimentum" gilt, ab 2015 dann aber allgemeingültig sein soll. 2014 fällt das Datum des Osterfestes ohnehin in beiden Kalendern auf den 20. April und führt damit ohne jedes Zutun die Kirchen zusammen.

Betroffen sind die Pfarren Israels, der Palästinensergebiete, Jordaniens und Zyperns betreffen und damit der gesamte Bereich des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem. Zumindest 2013 gibt es jedoch zwei Ausnahmen: Die Pfarren von Jerusalem und Bethlehem werden auch 2013 dem Gregorianischen Kalender folgen und Ostern am 31. März feiern.

Die beiden Ausnahmen hängen mit dem rechtlichen Status quo zusammen, der auf ein altes osmanisches Dekret zurückgeht, das exakt die genauen Tage und Uhrzeiten für die liturgischen Zelebrationen an den heiligen Stätten festlegt, die von verschiedenen Konfessionen genützt werden. Diese Bestimmungen in Jerusalem und in Bethlehem ändern zu wollen, gilt derzeit als aussichtslos. Für die katholischen Pilger, die 2013 das Heilige Land aufsuchen und das Osterfest in Jerusalem oder Bethlehem feiern wollen, ändert sich daher nichts.

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