
Bern (kath.net) „Kreuz ist Trumpf“, so lautete der Werbespruch der Schweizer Airline „Swiss“ in den letzten Wochen. Muslime in der Schweiz warfen der Swiss daraufhin vor, ihre Gefühle verletzt zu haben. Die Airline sah sich zu Stellungnahme und Entschuldigung genötigt. Darüber berichtete die „Aargauer Zeitung“. In mehreren Schweizer Kantonen waren großflächige Plakate aufgehängt gewesen, auf denen man eine große Schweizer Fahne mit dem Werbeslogan gesehen hatte.
Swiss-Sprecherin Myriam Ziesack erläuterte die Werbung: „Mit der Aussage ‚Kreuz ist Trumpf‘ hat sich Swiss mittels eines Wortspiels auf das in der Schweiz stark verankerte Jassen bezogen“, also auf ein Kartenspiel. Dass die Plakate „Kreuz ist Trumpf“ zum Zeitpunkt des Mohammed-Schmähfilms erschienen, sei ein unglücklicher Zufall. Die Sprecherin betonte, „wir beabsichtigten mit dieser Werbebotschaft in keinster Weise eine religiöse oder politische Aussage zu machen. Sollten dennoch die religiösen Gefühle von Dritten verletzt worden sein, bedauern wir das sehr“, berichtete die „Aargauer Zeitung“ weiter.
Die Schweizer Muslime hatten ihr Kritik auch darauf bezogen, dass die Werbung in die unpassende Zeit der explosiven Stimmung infolge des Mohammed-Schmähfilms gefallen sei, der zu Massenprotesten in der muslimischen Welt geführt und mehr als 50 Menschen das Leben gekostet hatte.
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