
Dublin (kath.net/KNA) Begleitet von Protesten ist am Donnerstag in Belfast die erste private Abtreibungsklinik auf irischem Boden eröffnet worden. Abtreibungsgegner protestierten vor der Einrichtung der „Familienplanungsorganisation“ Marie Stopes International und forderten deren Schließung. Neben Schwangerschafts-„Beratung“ und Familienplanung werden dort auch Abtreibungen bis zur neunten Schwangerschaftswoche angeboten. Der nordirische Generalstaatsanwalt John Larkin verlangte unterdessen laut einem Bericht der Tageszeitung «Irish Examiner» (Donnerstag) eine Untersuchung über die rechtlichen Grundlagen der Klinik.
Obwohl Nordirland zum Vereinigten Königreich gehört, gilt dort die britische Abtreibungsgesetzgebung nicht. In Großbritannien ist der Abbruch einer Schwangerschaft dann gesetzlich erlaubt, wenn deren Fortsetzung mit einer gravierenden Gefahr für die psychische oder körperliche Gesundheit der Mutter verbunden wäre. In der Irischen Republik sind Abtreibungen grundsätzlich verboten. Der Bischof von Belfast, Noel Treanor, verurteilte die Klinikeröffnung vorab in einer Pressemitteilung als «weitere Untergrabung der Würde und Heiligkeit des menschlichen Lebens in unserer Gesellschaft».
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