
Moskau (kat.net/KNA) Papst Benedikt XVI. hat sich vom Außenamtschef des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, persönlich über den Fall «Pussy Riot» unterrichten lassen. Der Papst habe der russisch-orthodoxen Kirche seine Solidarität erklärt und sein «Befremden» über einen Teil der Medienberichte zu diesem Vorgang ausgedrückt, teilte das Patriarchat am Mittwoch in Moskau mit. Metropolit Hilarion war als Gast der derzeit im Vatikan tagenden Bischofssynode am Dienstagabend von Benedikt XVI. empfangen worden. Weiteres Thema der Unterredung waren den Angaben zufolge die aktuelle Entwicklung der russisch-orthodoxen Kirche und der Religionsunterricht an den russischen Schulen.
Die russische Punkband «Pussy Riot» hatte im Februar mit einem schrillen Auftritt in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale gegen den damaligen Ministerpräsidenten Wladimir Putin protestiert. Drei Mitglieder der Gruppe wurden festgenommen und wegen «Rowdytums» zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt; eine der drei Frauen, Jekaterina Samuzewitsch, kam inzwischen auf Bewährung frei.
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