17 Oktober 2012, 10:59
'Kirche in Not': Bericht zur 'Religionsfreiheit weltweit 2012'
 
Hildegard13
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Religionsfreiheit'
Vor allem Christen haben unter religiöser Diskriminierung oder Verfolgung zu leiden

Wien (kath.net/KIN) Christen verschiedener Konfessionen sind zwar nicht die einzige Religionsgruppe, die wegen ihres Glaubens benachteiligt wird; weltweit leiden sie aber am meisten unter religiöser Diskriminierung oder Verfolgung. Darauf hat das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ jetzt anlässlich der Veröffentlichung des Berichts zur „Religionsfreiheit weltweit 2012“ hingewiesen. Die Publikation, die alle zwei Jahre veröffentlicht wird, prüft das Maß der Religionsfreiheit in 196 Ländern. Die Untersuchung bezieht sich auf die Situation aller Glaubensgemeinschaften, die in dem jeweils untersuchten Land vertreten sind.

Werbung
glaubensjahr


Positiv hebt der Bericht hervor, dass das Bewusstsein für das Recht auf Religionsfreiheit in einigen Ländern gewachsen ist. Dies belegten unter anderem die entschiedenen Interventionen von Regierungen und Parlamenten verschiedener europäischer Staaten sowie Beschlüsse des Europaparlaments zur Religionsfreiheit. Höchst problematisch ist laut Untersuchung die Lage hingegen in den Ländern, deren Verfassungen eine Staatsreligion festschreiben, die anderen Bekenntnissen keinen Raum lässt, wie etwa in Saudi-Arabien; oder in Staaten, wo Andersgläubige gesetzlich aus dem Land gedrängt werden, wie in Tadschikistan.

Grundsätzlich deutlich wird in „Religionsfreiheit weltweit 2012“, dass sowohl das Grundrecht auf freie Wahl der Religion wie das öffentliche religiöse Bekenntnis weltweit weiter bedroht bleiben. Einige Beispiele: Wachsender öffentlicher Druck auf Nicht-Muslime durch das Blasphemie-Gesetz in Pakistan; zunehmender Druck islamischer Extremisten in afrikanischen Staaten wie Kenia, Mali, Nigeria und Tschad; Versuche von Seiten laizistischer Gruppen, in einigen europäischen Staaten eigene säkularistische Anschauungen durchzusetzen; die Einführung von Gesetzen, die einen Religionswechsel verbieten, in mehreren indischen Bundesstaaten.

Der „Kirche in Not“ - Bericht zur „Religionsfreiheit weltweit 2012“ wird auf Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch veröffentlicht. Erhältlich ist die Untersuchung auf CD-ROM. Er kann bei Kirche in Not kostenlos angefordert werden.

________________________________________
KIRCHE IN NOT ist ein internationales katholisches Hilfswerk. Das Werk leistet weltweit geistliche und materielle Hilfe für Christen, die wegen ihres Glaubens bedroht oder verfolgt werden.

Kirche in Not Deutschland

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Schweiz

Foto des zerstörten Tabernakels der Sangla-Hill-Pfarre in Pakistan: © Kirche in Not






Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Die stille Kirche - wie angenehm und wie egoistisch (119)

Erzbischof Müller: Wiederverheiratete können nicht zur Kommunion (71)

Die EKD, die Familie und der Zeitgeist (32)

Steht zum Papst und zu den Bischöfen! (29)

Verfassungsänderung für Ehe und Familie dem Volk vorlegen (26)

Ministranten: Lausbuben mit Tiefgang? (25)

Die Gender-Bewegung ist einem ‚Wahn‘ verfallen (23)

Durch Spenden finanziert: Katholisches Magazin in Millionenauflage (22)

Mitwirken von ‚Donum Vitae‘ beim Katholikentag 2014 umstritten (20)

‚Die Heuchler, die das Volk Gottes in eine Sackgasse führen’ (19)