
Berlin (kath.net/KNA) Deutsche Sicherheitsbehörden haben nach einem Zeitungsbericht Erkenntnisse, wonach die seit einem Jahr stattfinde Koran-Verteilaktion radikaler Salafisten auch durch eine hohe Geldspende aus dem arabischen Ausland finanziert wurde. Das berichtet die «Welt» am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreise.
Die Organisatoren der Kampagne «Lies!» sollen Anfang des Jahres eine «beachtliche Geldsumme aus einem arabischen Golfstaat» erhalten haben. Nach offizieller Darstellung der Projekt-Organisatoren finanziert sich die kostenlose Koran-Verteilung in deutschen Fußgängerzonen jedoch nur aus Spenden von deutschen Muslimen.
Vor einem Jahr hatte der Kölner Prediger Ibrahim Abou Nagie das Projekt «Lies!» gestartet. Ziel soll die Verteilung von 25 Millionen kostenlosen Koran-Exemplaren in deutscher Sprache sein. Laut Abou Nagie wurden bis heute 350.000 Bücher verteilt. Mehrfach stoppte die Verteilaktion im April und im Juni, nachdem eine Ulmer Druckerei die Produktion der Bücher eingestellt hatte.
Nach Informationen der «Welt» verteilen Salafisten seit einigen Wochen wieder Korane in deutschen Städten. Es soll sich um die 6. Auflage der Bücher handeln, die 50.000 Exemplare umfasst und im August gedruckt wurde. Verteilaktionen hat es in den vergangenen Wochen laut Bericht in Bonn, Hamburg, Berlin, Karlsruhe, Wetzlar, Stuttgart und Koblenz gegeben. Und auch auf der Frankfurter Buchmesse sollen am vergangenen Wochenende Korane verteilt worden sein.
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