
Rom (kath.net/KAP) In Rom verdichten sich die Hinweise auf eine baldige Seligsprechung von Papst Paul VI. (1963-1978). Papst Benedikt XVI. werde seinen Vorgänger voraussichtlich im Jahr 2013, 50 Jahre nach dessen Papstwahl, zur Ehre der Altäre erheben, schreibt die italienische Tageszeitung "La Stampa" (Montag). Auch aus der Diözese Brescia verlautete, es gebe Fortschritte im Seligsprechungsverfahren. Die Heimatdiözese Pauls VI. hatte das Seligsprechungsverfahren auf diözesaner Ebene geführt. Die vatikanische Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse wollte sich zu diesen Berichten nicht offiziell äußern.
Die Theologen der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse haben die Akten geprüft und ein positives Votum abgegeben, wie die in Turin erscheinende "La Stampa" schreibt. Möglicherweise erkenne Papst Benedikt XVI. seinem Vorgänger noch vor Weihnachten den heroischen Tugendgrad zu, die entscheidende Etappe auf dem Weg zur Seligsprechung. Am 11. Dezember werde der Fall den Kardinälen und Bischöfen der Kurienbehörde zur Entscheidung vorgelegt. Ihre Zustimmung gilt als "sehr wahrscheinlich".
Auch für das notwendige Wunder, das auf Fürsprache des Kandidaten gewirkt worden sein muss, gibt es laut den Berichten bereits einen aussichtsreichen Fall. Es handle um einen heute 16 Jahre alten Jungen aus Kalifornien, der im Mutterleib von einer diagnostizierten schweren Hirnschädigung geheilt worden sei. Das Seligsprechungsverfahren für Paul VI. war 1992 eröffnet worden.
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