
Washington D.C. (kath.net/pl) Jesus Christus soll während des „Agnus Dei“ der katholischen Messfeier nicht mehr anders als mit „Lamm Gottes“ angesprochen werden. Das hat die US-amerikanische Bischofskonferenz festgelegt, wie jetzt das „Komitee für die göttliche Liturgie und die Sakramentendisziplin“ in seinem Newsletter bekanntgab. Vorgesehen ist, dass der Ruf „Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt, erbarme dich unser“ dreimal gesungen oder gesprochen wird.
Damit sollen andere Gesänge wegfallen, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben. In diesen wurde christologische Anrufungen hinzugefügt, in denen Jesus während der Brotbrechung etwa auch mit „Wort von Gott“, „Brot des Lebens“ oder „Licht des Friedens“ bezeichnet wurde.
Das Komitee habe diese Praxis während mehrerer Jahre beobachtet und diskutiert und möchte, dass jetzt zur ursprünglichen liturgischen Form zurückgekehrt werde, so wird im Newsletter berichtet. Bereits Anfang dieses Jahres hatte der New Yorker Erzbischof und Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Timothy Kardinal Dolan, einen Brief von Erzbischof Augustine Di Noia, damals noch Sekretär der Sakramentenkongregation, erhalten. Darin wurde festgestellt, dass christologische Erweiterungen des Gesangs zum Agnus Dei nicht in Übereinstimmung mit der vorgesehenen Messordnung stehen. Wenn das liturgische Geschehen es notwendig mache, dürfe man das Agnus Dei aber mehr als dreimal singen, sofern es nicht unnötig ausgedehnt und immer mit dem Ruf „gib uns deinen Frieden“ abgeschlossen werde.
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