14 Oktober 2012, 16:12
Komm und folge mir nach! Der bleibende Schatz im Himmel
 
Hildegard13
 
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Benedikt XVI.: Für Gott ist alles möglich. Den Reichtum um des Himmelreiches willen nutzen. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) “Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!“ (Mk 10,23): in seiner Ansprache vor dem Gebet des Angelus legte Papst Benedikt XVI. das Evangelium vom 28. Sonntag im Jahreskreis aus (Mk 10 17-30), in dessen Mittelpunkt das Thema des Reichtums steht. Jesus lehre, dass es für einen Reichen sehr schwer, aber nicht unmöglich sei, in das Reich Gottes zu kommen. Gott könne das Herz eines Menschen erobern, der sehr viel besitzt, und ihn zur Solidarität und zum Teilen mit dem Bedürftigen drängen, so dass er in die Logik des Gebens eintrete. Auf diese Weise stelle sich der Reiche auf den Weg Jesu Christi; er, „der reich war, wurde euretwegen arm, um euch durch seine Armut reich zu machen“ (1 Kor 8,9).

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Im Mittelpunkt des Evangeliums stehe die Begegnung Jesu mit dem reichen jungen Mann, der treu alle Gebote befolgt, jedoch noch nicht das Glück gefunden habe. Einerseits sei er wie alle von der Fülle des Lebens angezogen. Andererseits jedoch denke er, dass man auch das ewige Leben in gewisser Weise „erwerben“ könne. Jesus habe das tiefe Bedürfnis des Mannes wahrgenommen und seinen Blick der Liebe – den Blick Gottes – auf ihn gerichtet.

Doch Jesus erkenne den schwachen Punkt des Mannes, der an seinen vielen Gütern hänge. Daher schlage er ihm vor, alles den Armen zu geben, so dass sein Schatz nicht mehr auf Erden sei, sondern im Himmel: „Komm und folge mir nach!“. Jener Mann jedoch „geht traurig weg, da es ihm nicht gelingt, sich von seinen Reichtümern zu lösen, die ihm nie das Glück und das ewige Leben schenken können“.

So erteile Jesus seinen Jüngern und allen Christen seine Lehre: „Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!“. Die Jünger „waren über seine Worte bestürzt“, dies noch mehr, als Jesus hinzufügte: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (V. 25). Da er sah, wie erschreckt sie waren, habe er hinzugefügt: „Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich“ (V. 27).

Nach dem heiligen Clemens von Alexandrien lehre dieses Gleichnis die Reichen, dass sie ihr Heil nicht vernachlässigen, ihren Reichtum nicht wegwerfen noch ihn als dem Leben feindlich verurteilen dürfen. Vielmehr müssten sie lernen, wie der Reichtum zu nutzen sei und sich so das Leben erworben werden könne.

Die Geschichte der Kirche „ist voller Beispiele reicher Menschen“, so Benedikt XVI. abschließend, „die ihre Güter in der Art des Evangeliums genutzt haben und auch zur Heiligkeit gelangt sind“, wie der heilige Franziskus von Assisi, die heilige Elisabeth von Ungarn oder der heilige Karl Borromäus.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ganz herzlich grüße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache. Im heutigen Evangelium antwortet Jesus einem Mann, der ihn nach dem sicheren Weg zum ewigen Leben fragt. Der Herr weist den Suchenden auf die Zehn Gebote hin und rät ihm, die eigenen Reichtümer zu verlassen. Gott will unser Herz verwandeln, daß wir fähig werden, das Ja-Wort der Liebe zu sagen und Gottes Willen zu erfüllen. So führt er uns zum wahren Schatz, zur Gemeinschaft mit ihm, die unerschöpflich ist, die ewiges Leben ist. Euch allen wünsche ich einen frohen und erholsamen Sonntag!








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