
Jerusalem (kath.net/KNA) Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III. (siehe Foto), hat als Reaktion auf wiederholte Übergriffe auf christliche Stätten in Israel verstärktes Engagement beim Neubau und der Instandsetzung von Kirchen angekündigt.
Wie die palästinensische Nachrichtenagentur PNN (Donnerstag) berichtet, verurteilte Theophilos III. die jüngsten vandalistischen Akte gegen Kirchen und Klöster als «gefährliche Angriffe auf die islamisch-christliche Existenz im Heiligen Land».
Muslime und Christen seien seit jeher Bewohner des Landes und keine Gäste, so das Kirchenoberhaupt. Übergriffe würden niemanden zum Verlassen des Landes bewegen. «Wir sind überzeugt von unserer Existenz, wir haben das Recht auf Widerstand und das Recht, unser Land zu verteidigen», sagte Theophilos III. dem Bericht zufolge.
Seit Jahresbeginn wurden in Israel wiederholt Graffiti-Attacken auf christliche Orte sowie arabisch-jüdische Begegnungsstätten verzeichnet. Erst am Montag war eine Kirche in Jerusalem Ziel von Vandalen geworden. Unbekannte hatten Steine, Flaschen und Abfall auf die Eingangstür der rumänisch-orthodoxen Kirche geworfen und das Portal beschädigt.
Anfang Oktober waren antichristliche Parolen an einen Franziskaner-Konvent nahe der Jerusalemer Altstadt gesprüht worden. Im September legten unbekannte Täter Feuer an eine Außentür des Trappistenklosters Latrun westlich von Jerusalem und hinterließen beleidigende Aufschriften. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich etwa bei einer baptistischen Kirche und einem griechisch-orthodoxen Kloster in Jerusalem. Mehrere Rabbiner verurteilten die Taten.
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Foto: (c) korkid.de
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