
St. Pölten (kath.net/KAP) Die Kirche fördert den Vorschlag, an Schulen täglich eine Turnstunde einzuführen. Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng, "Sportbischof" Franz Lackner sowie "Olympia-Kaplan" Pater Bernhard Maier haben am Donnerstag die entsprechende, seit September laufende Petition www.turnstunde.at unterzeichnet. Den Anlass dazu bildete der Festakt zum Jubiläum "60 Jahre" Diözesansportgemeinschaft (DSG)" im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt.
Weihbischof Lackner unterstützt die tägliche Turnstunde, da sie Körper und Geist zugutekommt. "Kinder brauchen Bewegung, damit sie gesund und körperlich fit bleiben. Bewegung steigert darüber hinaus die geistige Fitness." Glaube und Sport seien gute Allianzpartner, und nicht zuletzt habe auch das Zweite Vatikanische Konzil die körperliche Bewegung in der Pastoralkonstitution "Gaudium et spes" als sinnvollen Beitrag zur Entspannung und Kräftigung der Gesundheit sowie zum psychischen Gleichgewicht des Einzelnen und der Gesellschaft bezeichnet.
Sport fördert das Miteinander und ist Ausgangspunkt für Gespräche, begründete Bischof Küng das Interesse der Kirche am Sport. DSG-Vorsitzender Josef Eppensteiner präsentierte bei diesem Anlass die "Werkmappe für sportliche Feiern", die die kirchliche Sportorganisation, die zugleich der Sportunion Niederösterreich angehört, infolge des "großen Interesses von Priestern und Pastoralassistenten" erstellt hat.
Skisprung-Legende Baldur Preiml appellierte in seinem Festvortrag zu Fairplay und zu achtsamem Umgang mit anderen, da jede Fehlentwicklungen wie Doping und Korruption im Leben zurückkomme. Sportler sollten dafür sorgen, dass das eigene Ego nicht überhandnimmt und nur noch nach Macht und Erfolg buhlt. Das gelinge, indem man den "eigenen inneren Kern findet und mit sich selbst ins Reine kommt".
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