11 Oktober 2012, 18:30
Welch großes Glück, glauben zu dürfen und zu können!
 
Hildegard13
 
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Kardinal Marx bei Eröffnung des „Jahrs des Glaubens“: "Deshalb müssen wir uns auch alle immer wieder selbstkritisch fragen, ob wir anderen Hilfe zum Glauben und zur Begegnung mit Jesus Christus sind oder ob wir Zugänge und Wege versperren..."

München (kath.net/pem) Die Kirche muss nach Worten von Kardinal Reinhard Marx alles tun, damit sie „nicht als Hindernis, sondern als die große Einladung Gottes zum Glauben“ erfahren werde. „Deshalb müssen wir uns auch alle immer wieder selbstkritisch fragen, ob wir anderen Hilfe zum Glauben und zur Begegnung mit Jesus Christus sind oder ob wir Zugänge und Wege versperren durch unsere Engstirnigkeit, Kleinmütigkeit und Sünde“, sagte der Erzbischof in seiner Predigt beim diözesanen Eröffnungsgottesdienstes zum „Jahr des Glaubens“, am Donnerstag, 11. Oktober, im Freisinger Mariendom. Diese Frage gehe an die ganze Kirche und gerade auch an den Bischof und die Priester.

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Das Jahr des Glaubens, das Papst Benedikt XVI. ausgerufen hatte und das mit dem 50. Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils beginnt, will, so Marx, dazu einladen, „die Liebesgeschichte, die in der Taufe grundgelegt ist, neu zu entdecken und zu leben, so dass wir sagen können: Welch großes Glück, glauben zu dürfen und zu können! Welch eine Freude, dass ich Christ sein darf! Danke, Jesus, für deine Freundschaft“. Diese Erneuerung der Taufe und des eigenen Glaubensweges sei „notwendige Voraussetzung, um neue Wege der Evangelisierung in unserer Zeit zu entdecken und zu gehen“. Nur ein Glaube, der sehend mache, der befreie und dem Leben eine neue Weite und Tiefe gebe, werde überzeugen und so andere anziehen, den Weg des Glaubens mitzugehen, betonte der Kardinal: „Die Kirche hat die Aufgabe, wie die Jünger im Evangelium jedem zuzurufen: Hab Mut! Steh auf! Er ruft dich!“

Glauben bedeute nicht, etwas Unwahrscheinliches und Unvernünftiges zu akzeptieren oder gar sich in einer selbst erdachten Welt der Phantasie und der Wunschträume zu bewegen. „Ausgangspunkt des Glaubens ist vielmehr das Vertrauen in eine konkrete Person: Jesus von Nazareth! Glaube beginnt mit der Sehnsucht des Menschen über sich hinauszugehen, sich selber zu übersteigen auf den Anderen hin“, erklärte der Erzbischof: „Das gilt in menschlichen Beziehungen und das vollzieht sich auch im Glauben an den Gott, der in Jesus Christus auf uns zugeht, der uns anspricht und mit jedem von uns eine faszinierende Liebesgeschichte beginnen will.“

Marx sagte, er werde versuchen, in den sechs Glaubensgesprächen, die im Lauf dieses Jahres an besonderen Orten in der gesamten Erzdiözese, etwa in einer Konzerthalle und auf einem Schiff, stattfinden werden, einen Beitrag zur Neuevangelisierung zu leisten. Er appellierte an alle Gläubigen, sich zu beteiligen: „Das Jahr des Glaubens eröffnet viele Möglichkeiten in Pfarreien und Gemeinschaften, den Glauben neu als Quelle der Freude zu entdecken und zu bezeugen. Dazu möchte ich alle ermutigen.“

Er erinnerte daran, dass das Zweite Vatikanische Konzil einen großen Erneuerungsprozess ausgelöst habe. „Es wollte, dass sich, um mit dem seligen Papst Johannes XXIII. zu sprechen, die Fenster öffnen, damit die Botschaft und das Zeugnis des Glaubens in der Welt gesehen werden. Dieser Auftrag besteht weiter“, stellte Marx klar: „Die Rezeption des Konzils ist längst nicht abgeschlossen. Hier in Freising, wo der christliche Glaube in unserer Heimat seinen Ausgangspunkt hatte, wollen wir uns neu auf den Weg machen. Das Licht des Glaubens wird in unserem Land nicht erlöschen, es hat die Kraft, auch heute Menschen sehend zu machen. Die Zukunft des Glaubens liegt immer vor uns!“

Jahr des Glaubens: Genialer ´Appetitmacher´ einer US-Diözese (Year of Faith: Diocese of Bismarck)










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