
Vatikanstadt (kath.net/pl) Über die Erfahrungen der Christen in China sprach der delegierte Präsident der Bischofssynode, Kardinal John Tong Hon (Foto), Bischof von Hong Kong, am gestrigen Montag bei seinem Grußwort an die Bischofssynode. In Hongkong lebten beispielsweise "viele Familien vor der Rückkehr der Stadt unter die Souveränität von China 1997 eine Krise aufgrund der Angst davor, unter einem kommunistischen Regime zu leben. Der Begriff ‘Krise’ besteht in der chinesischen Sprache aus zwei Zeichen: ‘Gefahr’ und ‘Chance’. So kehrten angesichts der Krise der Unsicherheit auch nicht-praktizierende Katholiken auf der Suche nach einer geistlichen Unterstützung zur Kirche zurück", berichtete der chinesische Kardinal, "viele Gläubige nahmen an den Katechesen, Bibelkursen und theologischen Seminaren teil, um ihren Glauben zu vertiefen und das Evangelium verkünden zu können." Heute habe seine Diözese "mehr als eintausend gut ausgebildete freiwillige Katecheten. In diesem Jahr haben mehr als dreitausend Erwachsene in der Osternacht die Taufe empfangen. Macao, unsere Nachbardiözese, hat ähnliche Bemühungen unternommen und in den letzten Jahren eine wachsende Zahl von Taufen erlebt."
Dann berichtete der Kardinal, der Pfarrer einer ländlichen Gemeinde in Nordchina habe ihm "von seinen Erfahrungen bei der Evangelisierung erzählt. Nachdem er viel gebetet hatte, beschloss er, die Pfarrgemeinde in zwei Gruppen mit verschiedenen Aufgaben einzuteilen. Den Neugetauften gab er den Auftrag, ihre nicht-katholischen Freunde und Verwandten zur Katechese zu bringen, und denen, die schon länger den katholischen Glauben angenommen hatten, gab er den Auftrag, die Katechumenen im Katechismus zu unterrichten. Während des Katechismusunterrichts betete der Pfarrer mit ganzem Herzen in der Kirche. Schließlich gab es in der Pfarrei mehr als tausend Taufen pro Jahr."
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