04 Oktober 2012, 16:05
'Geschmacklos, dem Geld so viel Aufmerksamkeit zu schenken'
 
Hildegard13
 
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"Netzwerk katholischer Priester" übt schwere Kritik am Kirchensteuerdekret der Deutschen Bischöfe: Es gibt triftige Gründe für Gläubige, die Kirchensteuer in ihrer bisherigen Form einzubehalten. Katholisch ohne Kirchensteuer ist möglich

Köln (kath.net)
Guido Rodheudt, der Sprecher des Netzwerks katholischer Priester, hat in der jüngsten Ausgabe der Zeitung "Christ und Welt" schwere Kritik am Kirchensteuerdekret der deutschen Bischöfe geübt und das als eine "pastorale Zumutung" für einen Pfarrer bezeichnet. Dieser habe jetzt den Schwarzen Peter, denn erst durch die Rechtsbelehrung, die der Pfarrer mit dem angeordneten Schreiben beziehungsweise im Gespräch dem Ausgetretenen zukommen lasse, trete für diesen die Exkommunikation ein.

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Wörtlich meint Rodheudt dann: "Damit laden die Bischöfe den Pfarrern einen massiven Gewissenskonflikt auf, denn es gibt triftige Gründe für Gläubige, die Kirchensteuer in ihrer bisherigen Form einzubehalten und die Zuwendung zur Kirche in einer anderen Form zu leisten. Man kann
durchaus katholisch sein, ohne Kirchensteuer zu zahlen. Warum soll ein Pfarrer jemandem, der das Geld lieber direkt an ein Kloster statt an bischöfliche Akademien oder fragwürdige Jugendverbände gibt, die Sakramente verweigern? Wie soll man dem Kirchenvolk klarmachen, dass sich die Bischöfe einerseits um Sonderwege für wiederverheiratete Geschiedene bemühen, andererseits aber glaubenstreue Katholiken des Geldes wegen exkommuniziert werden?"

Er verstehe auch nicht, warum Rom diesen Weg (angeblich) gutheiße und warum die Deutsche Bischofskonferenz dies jetzt als Erfolg feiere. "Was nimmt die Öffentlichkeit von der Kirche wahr? Vor zwei Jahren war es das Thema Missbrauch, davor die „Affäre Williamson“, und jetzt ist es das Geld – niemals ist es der Glaube. Ich lehne diese Art der kirchlichen Steuerfahndung zutiefst ab." Es sei geschmacklos, dem Geld so viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Das umstrittene Schreiben der DBK

Kommentar von Roland Noé: Eucharistie gegen Geld – Ein fatales Signal






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