
Den Haag (kath.net/KNA) Die marokkanischen Behörden haben den Hafen von Smir gegen das Abtreibungsschiff der niederländischen Organisation «Women on Waves» abgeriegelt. Wie die Organisation am Donnerstag mitteilte, sei der Hafeneingang durch Kriegsschiffe versperrt. Es gebe ein massives Polizeiaufgebot. «Women on Waves» prüften derzeit andere Möglichkeiten, an die marokkanische Küste zu gelangen.
Die Organisation will in internationalen Hoheitsgewässern vor der Küste die Tötung ungeborener Kinder bis zur siebten Schwangerschaftswoche gemäß niederländischem Recht anbieten. In Marokko ist dies allerdings verboten. Als Abtreibungsmittel verwenden «Women on Waves» nach eigenen Angaben das Tablettenpräparat Misoprostol, das sie unter Berufung auf die Weltgesundheitsorganisation WHO als «Medikament» bezeichnen. Auf dem Schiff sei eine Telefon-Hotline eingerichtet, über die sich Marokkanerinnen über Möglichkeiten zur Abtreibung informieren können. Seit 2001 hat «Woman on Waves» in Ländern wie Spanien, Portugal, Irland oder Polen wiederholt mit Abtreibungen in internationalen Gewässern Aufmerksamkeit erregt.
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