
Ottawa (kath.net/LSN/jg)
Kardinal Peter Turkson, Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, mahnte katholische Entwicklungshilfeorganisationen, die Verbreitung von Abtreibung und Verhütungsmitteln in der Dritten Welt nicht indirekt zu unterstützen. Dies geschehe oft unter dem Deckmantel der Verbesserung der Lebenssituation von Frauen in Entwicklungsländern, sagte der Kardinal im Zuge der Plenarsitzung der kanadischen Bischofskonferenz.
Konkreter Anlass war die der Caritas Internationalis unterstehende kanadische Entwicklungshilfeorganisation „Development and Peace“ (dt. „Entwicklung und Friede“). Sie war in die Kritik geraten, nachdem Geldflüsse an Organisationen bekannt wurden, die den Zugang zu Abtreibungen in der Dritten Welt erleichtern wollen. „Wir können keine kirchliche Organisation haben, die mit der kirchlichen Lehre uneins ist“, sagte Turkson wörtlich.
Die kanadische Bischofskonferenz hat die Vorfälle bei „Development & Peace“ durch eine eigens eingerichtete Kommission untersuchen lassen. Die Organisation arbeitet derzeit Richtlinien für die Zusammenarbeit und Unterstützung von Partnerorganisationen aus, die von der Bischofskonferenz zu genehmigen sind.
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