
Fulda (kath.net/pm/jg)
Das Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland ist seit letzter Woche mit neuem Design und Konzept online. Der erneuerte Auftritt von „katholisch.de“ wurde im Rahmen der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz "freigeschaltet". Er richtet sich laut eigenen Angaben an Katholiken, soll aber auch „Sinnsucher, Zweifler und Fragende“ ansprechen.
Die Neugestaltung wurde von der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt durchgeführt. Die Kosten dafür seien laut einem KNA-Bericht ein „vergleichsweise geringes Taschengeld“ gewesen, sagt Matthias-Johannes Fischer, Geschäftsführer der APG (Allgemeine gemeinnützige Programm-Gesellschaft). Die Kosten hätten sich „im unteren fünfstelligen Bereich“ bewegt, sagte Fischer gegenüber KNA. Die APG ist ein Tochterunternehmen des Verbandes der Deutschen Diözesen (VDD). Sie betreibt „katholisch.de“ im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz. Eine Anfrage von kath.net über die tatsächlichen Kosten des neuen Internetauftrittes wurde von der APG bis jetzt nicht beantwortet.
Katholisch.de erreiche derzeit laut eigenen Angaben etwa 210.000 Besucher monatlich. Ob dies jetzt auch "unique visitors" sind, teilte Bischof Gebhard Fürst, der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, gegenüber der Presse allerdings nicht mit. Auch eine entsprechende Anfrage von kath.net wurde nicht beantwortet. Laut Bericht der KNA erwarteten sich die „Macher des Portals“ allerdings „keine Wunder bei den Klickzahlen“. Die Geschäftsführer der APG, Matthias-Johannes Fischer und David Hober sind der Ansicht, die Marke „katholisch.de“ werde sich von selbst nicht durchsetzen. „Wir brauchen Marketing“, sagten sie gegenüber KNA, der zufolge eine Werbekampagne bereits vorbereitet sei.
Laut einem Bericht von „heise.de“ arbeiten derzeit übrigens 16 Beschäftigte für „katholisch.de“. Die Kosten werden laut Bericht mit knapp zwei Millionen Euro jährlich beziffert. Zum Vergleich: Kath.net erreicht mit einem Jahresbudget von etwa 130.000 Euro zwischen 300.000 und 350.000 sogenannte "unique visitors" pro Monat.
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