03 Oktober 2012, 10:30
'Achtet Euren Leib, denn er ist ein Tempel des Heiligen Geistes'
 
Hildegard13
 
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Bamberger Oberhirte Schick: Den Sonntag darf der Sport nicht vereinnahmen und Doping muss „out“ sein. Aber erschreckend, dass immer mehr Kinder und Jugendliche übergewichtig sind

Bamberg (kath.net/bbk)
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ruft zu mehr sportlicher Betätigung und körperlicher Bewegung auf. Es sei erschreckend, dass immer mehr Kinder und Jugendliche übergewichtig seien, beklagte der Bamberger Oberhirte am Mittwoch bei der bayerischen Landeswallfahrt der Deutschen Jugendkraft (DJK) im Bamberger Dom.

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Erzbischof Schick beklagte, dass zu viele Jugendliche abhängig seien von Computer und Computer spielen und sich so von ihren Familien und Gleichaltrigen isolieren würden. „Sie bewegen sich kaum noch an der frischen Luft und in der Natur.“ Auch Alkohol und Drogen seien Gift für den Körper. „Die DJK setzt mit ihrem Mix aus Sport und Gemeinschaft, Freude am Leben und am Miteinander aus körperlicher Betätigung und Religion dagegen“, predigte Erzbischof Schick.

Er warnte aber gleichzeitig davor, den Sport zu einer Ersatzreligion zu machen. „Den Sonntag darf der Sport nicht vereinnahmen und Doping muss „out“ sein“. Die DJK feiere Gottesdienste, mache darauf aufmerksam, dass Sport, auch der Spitzensport, nicht den Gottesdienst verdrängen dürfe. Viele weltliche Vereine würden die Kinder und Jugendlichen an den Wochenenden so in Beschlag nehmen, dass keine Zeit mehr für den Besuch des Gottesdienstes bleiben würde.

Schon der Apostel Paulus thematisierte die Gesundheit des Leibes: „Achtet Euren Leib, denn er ist ein Tempel des Heiligen Geistes“. Nur in einem gesunden Leib lebe auch eine gesunde Seele, sagte Erzbischof Schick.

Der Auftrag der Kirche sei, den Menschen das Leben in Fülle zu bringen. Dieses Leben könne der Mensch nur dann haben, wenn er sich in all seinen Dimensionen achtet, erhält und entfaltet. „Zu den Dimensionen eines jeden Menschen gehören sein Körper, sein Verstand, seine Seele, seine Beziehungen zu den Mitmenschen und die Beziehung zu Gott. Diese fünf Dimensionen seien untrennbar miteinander verbunden.

Erzbischof Ludwig Schick ist selbst aktiver Sportler. Am Dienstagabend wurde ihm zum 17. Mal das Goldene Sportabzeichen verliehen.






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